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Eigentlich wollte ich nur Zigarette
Datum: 16.09.2020, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: byjannis
... Ohr, sie schauderte, wand sich auf den Rücken und strahlte Zufriedenheit aus. "Hast du auch gut geschlafen?", wollte ich wissen. "Nein, nicht so gut!" Ich setzte mich auf und sah zu ihr herunter. "Weshalb nicht?" "Ich weiß nicht genau ... es ist mir zu viel durch den Kopf gegangen." Sie machte eine Pause, sah an die Decke, als ob dort geschrieben stände, was sie sagen wollte. "Ich hatte, plötzlich, ich weiß auch nicht, warum, die Befürchtung, du denkst, ich sein nicht normal. Eine Frau, die dich liebt, nimmt dich mit zu zwei anderen Frauen. Eine Frau, die dich liebt, treibt Dinge mit dir, vor denen andere angewidert zurückschrecken würden. Eine Frau, die dich liebt, sollte mit dir alleine, brav schmusend ins Restaurant oder ins Theater gehen. Kinder mit dir zeugen und diese aufziehen. Aber ich, ich bin keinen Hausfrau, bin Hexe, geh' nicht mit dir ins Theater, sondern mache dich zum Mitwirkenden in meinem Stück. Ich bin doch nicht normal?" Ich konnte mir ein Lächeln nicht verwehren. "Und?", fragte ich, "währst du gerne Normal, würdest du lieber mit mir in die Oper gehen?" "Nein, aber ich will auch nicht, dass du mich für anormal hältst." "Denkst du, dass ich das denke?" "Nein, es ist nur ... nein, denke ich nicht." "Hältst du mich für normal?" "Nein, ich meine Ja, ach ich weiß auch nicht, was ich denken soll, helf' mir aus dieser Sackgasse." Ich gab ihr einen leichten Klaps auf die Wange. "Glaubst du, wenn ich irgendetwas für ...
... anormal, halten würde, ich wäre noch hier? Ich liebe dich und lieben heißt für mich bedingungslos, vorurteilsfrei. Ich bin gespannt auf dich, und solange es für dich gut ist, und es mir Spaß macht, bin ich dabei. Wenn ich den Eindruck habe, ich möchte dies oder jenes nicht, dann werd' ich's dir sagen und nicht einfach weglaufen. Ich lauf doch nicht von der Frau weg, die ich liebe." Sie starrte mich eine Weile an. "Bist du sicher?" "Ich schon, es geht doch mehr um die Frage, ob du es bist." Wieder überlegte sie einen Moment und sah an die Decke. "Eigentlich schon, nur ... Na ja, gestern, du weißt schon. Die beiden haben über dich hinweg ihren Urin abgeladen, wie es das Ritual vorsieht. Ich dagegen wollte es dir in den Mond geben, wollte, dass du mich trinkst, weil ich wissen wollte, ob du so weit gehen würdest, ob deine Liebe zu mir ... Entschuldige." Ich sah ihr in die Augen und wollte möglichst streng dabei aussehen. "Soll ich dir was sagen?", ich wartete nicht auf ihr Ja. "Ich habe es genossen. Es war wunderbar, dir genau das zu zeigen. Ich ekle mich nicht vor dir, ich nehme alles, auch deine Pisse, und zwar mit Leidenschaft. Ich hätte ansonsten einfach meinen Mund zugemacht, fertig, basta." Sie überlegte, sah mich an. "So einfach ist das?" "Ja, so einfach ist das", wiederholte ich. "Und du wärest dann nicht sauer auf mich gewesen?" "Ich wäre nicht sauer auf dich gewesen", wiederholte ich nochmals. "Ich könnte nicht wirklich sauer auf dich sein und ...