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Die Rocker und die Schule 10
Datum: 06.01.2021, Kategorien: Hardcore, Autor: A-Beatrye
von Andrew_K Bundesjugendspiele mal anderes Normalerweise wurden Bundesjungendspiele an einem sonnigen Frühlingstag nach Ostern abgehalten, wenn die Luft frisch und die Sonne noch nicht all zu warm war. In der Schule war es drei Tage vor Weihnachten. Die Luft war immerhin frisch, so frisch, dass der Atem der Mädchen beim verlassen des Mundes sofort kondensierte. „Wer kam nochmal auf die Idee, den Wettkampf auf heute zu verlegen?“ maulte Alessa. „Natascha“, stellte Anna bibbernd fest. „Sie sagt, das dient zur Abhärtung und vor Weihnachten sei unten im Laden sowieso nie was los.“ „Und wo ist die jetzt?“ „Das ist eine gute Frage.“ Auf der anderen Seite der Bahn traten Bea und Lea-Maria mit den Stopuhren in der Hand von einem Fuß auf den anderen, um sich auch nur irgendwie warm zu halten. „Das ist ja schlimmer, als auf einen Freier zu warten. Da konnte man sich wenigstens in einem Hauseingang vor dem Wind schützen“, sagte Bea. „Und später saß man dann im Auto und konnte sich an der Sitzheizung erfreuen?“ „Und daran, dass die Kerle das Auto schon etwas vorgewärmt hatten. Sie sollen mal voran machen.“ „Gab es anschließend auch warmen Tee und Chili?“ Bea schaute zu Lea-Maria. „Wenn du es so ausdrückst, ist das hier doch besser.“ Sie hörten den Knall eines Schusses und drückten auf die Stoppuhren. Jede von ihnen hatte 4 Bahnen für sich. Sie würden gleich für die 100 Meter-Läuferinnen die Zeiten nehmen. Als erstes kam ihnen Mia entgegen ...
... geflogen. Obwohl sie die kleinste war, war sie verbissen darin zu gewinnen. Sie rannte wie ein Wirbelwind. Direkt hinter ihr kam Anna, die den Vorteil langer Beine nutzen konnte. Der Rest kam dahinter und ganz zum Schluss kam Katharina. Sie hatte es nicht so mit diesem ganzen Laufsport und lief eigentlich nur, weil es sein musste. Trotzdem war auch ihre Zeit im Rahmen dessen, was gelaufen werden musste, um ein Abzeichen zu bekommen. Noch sechs weitere Gruppen liefen zügig nacheinander die Tartanbahn ab, dann durften erst einmal alle wieder zum Aufwärmen in die Cafeteria. Die drei Kirgisen waren nach wie vor noch immer etwas abseits von den anderen. Sie hatten zwar mittlerweile einiges an der Sprache gelernt, aber sie schienen auch die ganze Zeit auf das zu warten, was der Dolmetscher gesagt hatte. Das war jetzt 2 Monate her. Mia, die jetzt im gleichen Alter war wie sie, hatte sie dann auch in ihr Team bekommen. Max dachte, dass dies eine gute Idee sei, ohne zu wissen, dass sein Nesthäkchen gar nicht mehr so unschuldig war, wie er dachte. Aber sie bemühte sich. Jetzt auch wieder. Während sich die meisten ihrer Gruppe langsam in der bunten Mischung der Schule auflösten und sich dem lockeren Leben und dem strengen Streben anpassten, waren diese drei nach wievor ein Problem und Außenseiter. Das passte Mia nicht. Sie wollte wieder mit dem Dream-Team rumhängen. Das konnte sie aber nicht, solange sie die grauen Mäuse an der Backe hatte. Also mussten sie schneller bunt werden. ...