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Mit vögeln, durchs Leben schlagen ?
Datum: 23.01.2021, Kategorien: Sonstige, Autor: Weltensegler
... die 20, aufgemacht wurde. Auch dieses Mädchen fiel Mira sofort um den Hals und meinte: Endlich bist du wieder Zuhause, liebste Mama. Dann schaute sie hoch und sagte zu mir: Du bist dann bestimmt der Freund meiner Mama, herzlich willkommen. Das war zu viel. Ich drehte mich um und wollte gehen. Eine Fabrik, zwei Brüder, eine Tochter, das alles in ein paar Stunden, ging nun gar nicht. Vorher auch noch nichts davon gesagt. Nein, so ging es nicht. Mira blieb wie angewurzelt stehen. Gesagt hat sie keinen Ton, nur Tränen hatte sie in den Augen. Ich war schon fast auf der Straße, da kam ihre Tochter mir nachgelaufen. Das darfst du nicht machen. Du darfst nicht gehen. Mama hat sich doch so gefreut, dich zu überraschen. Versteh doch, sie liebt dich so sehr, dass sie Angst davor hatte, du würdest ihr weglaufen, bevor du überhaupt gesehen hast, was wir für eine Familie wir sind. Komm mit mir. Nehme Mama in den Arm und sage ihr einfach, dass du sie genauso lieb hast wie sie dich. Bedenke dabei, es ist Mamas Entscheidung. Wir alle akzeptieren es so wie es ist. Du wirst bei allem nie das Gefühl haben, du würdest nicht dazu gehören. Außerdem hast du sofort eine große Tochter, nämlich ...
... mich. Nun konnte ich doch nicht gehen. Ja, ich liebte Mira, wie ich es mir niemals hätte vorstellen können. Als ich Mira dies sagte, kamen ihr erst recht die Tränen. Dieses Mal jedoch vor Freude. Ja liebe Leute, hier ist meine Geschichte fast zu Ende. Nur noch so viel. Ich bekam, nach genügend Einarbeitszeit, einen verantwortungsvollen Posten in dem Werk. Ein halbes Jahr, nach dem Kennenlernen der Familie, haben wir geheiratet. Für eigene Kinder war es zu spät. So überlegten wir, ob wir eins adoptieren sollten. Das hat sich jedoch bald zerschlagen. Innerhalb von nur 3 Monaten, kamen ein Neffe, eine Nichte und ein ganz süßes Enkelkind auf die Welt. Damit waren wir, was Kinder anging, voll ausgelastet. Mira und ich leben nun schon viele, viele Jahre glücklich zusammen. Wenn es möglich war, gingen wir auf Reisen. Unser Sexleben behielten wir bis ins hohe Alter. Wie auch am Anfang, mal ganz sachte, dann wieder ganz wild. Wenn ich vor der Heirat auch Bedenken, wegen dem Altersunterschied hatte, war das für uns niemals ein Hindernis. Nun bin ich am Ende meiner Geschichte, deshalb werde ich ganz schnell zu Mira ins Bett kriechen, sie in den Arm nehmen und Gute Nacht wünschen.