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Ina
Datum: 07.03.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: bybumsfidel
... Inu und das dahinten ist meine Freundin Kaminu." Ina hatte sich schnell zwei Künstlernamen ausgedacht. Sicher ist sicher. "Wir möchten die Kutsche umgebaut haben. Sodass wir darin übernachten können." Ina nimmt damit die Erfindung des Wohnwagens vorweg. Pech für die Holländer. 'Ein etwas ungewöhnlicher Wunsch', denkt Ajith sich, der überlegt, ob diese fahrbaren Häuser irgendwann einmal die Straßen verstopfen werden, sollten sie in Mode kommen. Normalerweise fuhr man in einer Kutsche und übernachtete auf freiem Feld oder im Gasthof. Aber warum nicht? So hatte man wenigstens nur gegen die eigenen Wanzen zu kämpfen. "Dann lasst mal sehen." Ajith platzt beinahe vor lauter Hilfsbereitschaft. Was schöne Frauen doch bei einem Mann anrichten können? Na ja, fast Mann. Ina nimmt Ajiths Wunsch mehr als wörtlich. Beim Absteigen vom Kutschbock rafft sie ihre Röcke höher als nötig und lässt ihn ihre weißen Oberschenkel mitsamt der Unterwäsche sehen. Auch Hirkani lässt sich nicht lumpen. 'Versehentlich' steht ein Knopf an ihrem Umhang auf. Ajith starrt auf die süßen Rundungen ihrer spitzen Möpse. "Hey, Kleiner, das hier ist die Kutsche!" "Ja, ähh, natürlich ..." "Nun krieg Dich mal wieder ein. Hier diese Bank hätten wir gerne raus. Und dann ..." Ina erklärt ihre lange Wunschliste. "Das ist einfach", antwortet Ajith schließlich großspurig. "Das kann ich Euch machen. Was krieg ich denn dafür?" Da beginnt natürlich das Dilemma. Wenn man so gut wie ...
... bargeldlos unterwegs ist, fällt es schwer ohne Kreditkarte unvorhergesehene Ausgaben zu bestreiten. "Mich", entschließt sich Ina daher spontan. Ihr gefällt der Junge. Dreckig, aber nicht auf den Mund gefallen. Als ihren ersten Kunden ist er bestimmt nicht die schlechteste Wahl. Ein guter Anfang im neuen Job. Mit vorgetäuschtem fachmännischen Blick betrachtet Ajith Ina von oben bis unten. Er hat noch nie mit einer Frau geschlafen, sein ganzes Wissen beruht auf den Schattenspielen in der elterlichen Hütte. Das hätte er nur für sein Leben nie zugegeben. "Gefalle ich Dir? Oder willst Du lieber Har... eh Kaminu?" "Nein, nein, Du bist sehr hübsch. Aber das hier ist eine Menge Arbeit, da müsste schon mehr rausspringen." Ein heutiger Handwerker hätte den Kopf geschüttelt, "aha", "jou" und "oha" oder "das wird teuer" gesagt. Ajith kennt diese Feinheiten noch nicht und fällt noch mit der Tür ins Haus: "Kann ich nicht Euch beide ...?" Ina lacht. Der Junge fängt an ihr Spaß zu machen. Noch Eierschalen hinter den Ohren, aber gleich zwei Frauen auf einmal vernaschen wollen. "Mal sehen. Kommt darauf an, ob Du noch kannst, wenn ich mit Dir fertig bin", lässt sie die Bezahlung offen. "Wir sollten die Arbeit aber woanders erledigen, ich möchte hier nicht gesehen werden." Ajith weiß nicht, welche der Arbeiten sie jetzt meint, aber das ist ihm auch egal. Er holt das Werkzeug seiner Familie und steigt auf den Bock. "Dann kommt. Ich kenne da eine Lichtung im Wald, da ...