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Ina
Datum: 07.03.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: bybumsfidel
... Schau. Nicht schlecht, aber ich glaube für mich wäre das nichts. Da bin ich doch zu eng gebaut." Kurze Zeit später ergänzt sie lachend: "Willkommen in der Familie." "Wieso?", fragt Shukrah verblüfft. "Na, wenn Du jetzt schwanger wirst, weiß keiner, von wem das Kind ist." Alles lacht, denn Vaterschaft hat bei der indischen Familienplanung noch nie eine Rolle gespielt. 11) Gelöchert - Gelocht Die Arbeit ist getan, der Kutscher beerdigt, diesmal sogar der Richtige. "Ganesh hör mal, willst Du nicht mit uns kommen? Ajith wird bestimmt nichts dagegen haben, wenn wir noch einen Gast zu seiner Hochzeit mitbringen", schlägt Ina vor. "Gerne. Meiner Meinung nach sollten wir dann aber auch unsere Flucht vorbereiten und die Kutsche verkaufen. Dafür holen wir uns lieber ein paar Esel, damit fallen wir noch weniger auf. Jadoo lässt nach zwei Frauen in einer Kutsche suchen, nicht nach zwei Frauen und einem Mann mit Eseln." Das Ganesh ein wenig weiter in die Zukunft denkt, ist ja nicht schlecht, aber Hirkani fühlt sich übergangen: "Werde ich eigentlich auch mal gefragt? Vielleicht gefällt mir ja die Kutsche und hab 'ne Eselallergie?" "Ja natürlich und eigentlich könntest Du ja auch in den Palast zurückkehren und weiter als Zofe arbeiten. Es ist ganz einfach: Du brauchst Prinz Jadoo nur zu erklären, du hättest mich versehentlich aus den Augen verloren oder noch besser von den Klippen gestürzt", wird Ina wieder mal sarkastisch. Hirkani bemerkt die Ironie: "Ja und ...
... zur Belohnung werde ich dann in den Harem aufgenommen und darf einmal im Monat mit Prinz Jadoo schlafen. Danke, mir ist schon schlecht." Ganesh mischt sich ein: "Hört auf zu streiten. Trennen können wir uns immer noch. Jetzt ist es erst mal wichtig gemeinsam von hier weg zu kommen und möglichst viel Abstand zum Einflussbereich Prinz Jadoos zu gewinnen." "Gut, aber lasst uns jetzt endlich zurück ins Dorf gehen. Die können bestimmt noch Hilfe gebrauchen", bestimmt Ina. Dort angekommen wird Ganesh als alter Bekannter vorgestellt, der zufällig auf der Straße aufgegabelt wurde und seine Hilfe anbietet. Man wolle dann später gemeinsam weiterreisen, da alle weitgehend das gleiche Ziel hätten. Welches Ziel wird nicht erwähnt und es fragt auch niemand danach. Man ist halt höflich. Ganesh wird sofort eingespannt und zum Holzfällen in den Wald geschickt. Es müssen noch ein paar Tische und Bänke zusammen gezimmert werden, die die zu Bruch gegangenen ersetzen sollen. Gegen Sonnenuntergang kehrt er zurück und schlägt sein Nachtlager unter der Kutsche auf, in der auch Ina und Hirkani nächtigen. Die beiden unterhalten sich leise, doch nicht leise genug, dass Ganesh nicht einiges trotzdem verstehen könnte. "Ein stattlicher Mann, dieser Ganesh. Wenn ich mal heiraten sollte, dann einen Kerl wie ihn", schwärmt Hirkani gerade. "Warum so schüchtern?", erwidert Ina. "Schnapp ihn Dir, bevor es eine andere tut. Denk dran, Ajith hat auch ein paar hübsche Schwestern." "Und wie soll ...