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Die Doppelinsel Kapitel 01
Datum: 01.04.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byAldebaran66
Wie alles anfing Langsam stieg die Sonne über den Horizont und schickte ihre wärmenden Strahlen in den neuen Tag. Unter ihr eine endlos scheinende Wüste von Wasser. Blau lag der Ozean da und wirkte aus der Entfernung bewegungslos. Doch aus der Nähe betrachtet, wandelte sich das Bild. Leichte Wogen überzogen die Oberfläche unter der sich das Getier des Wassers tummelte. Ab und zu brach sich eine Welle und weiße Gischt stieg in den Himmel auf, während sich ganz kurz, zwischen den feinen Tröpfchen ein kleiner, aber gut zu erkennender Regenbogen zeigte. Möwen kreischten in Azur blauen Himmel und sahen wie geschwungene weiße Linien aus. Ihre heiseren Rufe schallten gegen die Meeresoberfläche und wurden von ihr zurückgeworfen. Delfine durchbrachen die Oberfläche und schnellten vor reinem Übermut in die Luft, drehten sich dabei um die eigene Achse und fielen dann zurück, um mit einem klatschen wieder im Wasser zu versinken. Vielleicht waren sie auf der Suche, suchten den Schwarm Fische, der ihr Frühstück werden sollte. Noch hatten sie ihn nicht gefunden und schossen darum weiter auf der Suche nach Futter durch das Wasser. Nicht lange und sie verschwanden im Nichts und hinterließen wieder die Monotonie, die sie durchbrochen hatten. Vielleich waren sie aber auch auf der Suche nach etwas mit dem sie spielen konnten. Übermütig würden sie vielleicht eine Schildkröte finden und sie immer wieder mit der Schnauze anstubsen, um zu sehen wie sie darauf reagierte. Oder sie würden andere ...
... Artgenossen treffen und den Tag mit ihnen verbringen. Nicht weit von hier weg, gerade noch in Sichtweite, war etwas anders zu erkennen. Es hob sich nur ganz flach aus dem Wasser, war daher kaum wahr zu nehmen. Erst wenn man näher darauf zu kam wurde einem klar, was man gesehen hatte. Zwei Inseln erhoben sich aus dem Meer und erst beim näheren hinsehen erkannte man, dass es eine war, deren Landmassen aber nur durch einen schmalen Felssteg verbunden waren. Überdies waren ihre beiden Bestandteile für sich gesehen vollkommen unterschiedlich. Während die eine sich nur wenig aus dem Wasser erhob, wurde die andere von einem kegelförmigen Berg dominiert. Überhaupt schien diese Seite der Insel nur aus dem Berg zu bestehen der aber an den Flanken seltsam aussah. Irgendwer oder eine Laune der Natur hatte terrassenförmige Abstufungen in den weichen, fasst schwarzen Boden gegraben. So war fast die ganze Südseite davon bedeckt während die Nordseite davon vollkommen verschont geblieben war. Dagegen sah die andere Hälfte ganz anders aus. Flach und eher sandig. Nur war der Sand fast genauso schwarz wie der Boden am Berg. Es mischte sich nur ein Grauton mit hinein und gab dem ganzen ein etwas düsteres Aussehen. Zuerst war kein Leben zu entdecken. Nur die sich an der Küste brechenden Wellen rauschten den nur langsam ansteigenden Strand hoch, dabei rissen sie die schwarzen, kieselgroßen Steinen immer wieder mit und rundeten sie dabei ab, zermalmten sie dann mit der Zeit. Ach hier war ...