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London Calling 07
Datum: 18.04.2021, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: byplusquamperfekt
... ausgerutscht war. Ich war fassungslos. Das hätte ich ihm nie zugetraut. All dies erzählte sie mir auf dem Weg zu dem neuen Haus. Das Zimmer, was ihr dort zugeteilt worden war, war fantastisch, groß und sehr hell, das Haus selbst war riesig und hatte einen Garten von vielleicht zweihundert Quadratmetern. Sie wurde richtig aufgeregt und plante schon, wo sie ihre Werkbank aufbauen konnte. Ich war aber in Gedanken noch bei dem soeben Gehörten. Ich fühlte mich verletzt, weil er ja auch mich verdächtigte, mit seiner Freundin rumgemacht zu haben. So ganz einfach fiel es mir aber nicht, mich zu empören, denn ehrlicherweise gestand ich mir schon ein, dass wenn sie das gewollt hätte, ich wahrscheinlich ohne zu zögern „schwach" geworden wäre. Ich beschloss aber, noch einmal mit ihm darüber zu reden. Was hatten die Leute nur alle für ein Bild von mir? Traute man mir wirklich jede Schlechtigkeit zu? So langsam nagte das alles an meinem Selbstbewusstsein. Selbst meine Geschenke und meine Tendenz, den Beiden wegen ihres chronischen Geldmangels den Eintritt für Clubs und die Drogen für den Abend zu spendieren, hatte er als Ausdruck meines schlechten Gewissens bewertet. Ich war jedenfalls bedient. Wir fuhren gemeinsam zur Zentrale der Co-Op und sie unterschrieb den Mietvertrag. „Schläfst du heute Nacht bei mir?" erkundigte sie sich, als wir zum Essen in ihr Haus zurückkehrten. „Machst du Witze? Nach alldem, was du mir heute erzählt hast? Willst du ihn noch eifersüchtiger ...
... machen?" „Das ist doch wohl meine Sache. Du bist mein bester Freund. Wir können dann auch früher mit dem Renovieren anfangen. Es reicht doch, wenn wir beide wissen, dass nichts passiert, wofür wir uns schämen müssten." Ich verzog das Gesicht, was sie trotzig werden ließ. „Wessen Freund bist du eigentlich? Seiner oder meiner?" Das fehlte gerade noch, dass ich jetzt zum Spielball ihres Beziehungsdramas wurde. Fast ärgerlich gab ich zurück: „Komm, jetzt mach mal halblang. Natürlich bist du meine beste Freundin. Und die Frau, die ich über alles liebe, falls du das schon vergessen hast. Wenn du willst, geh ich zu ihm und hau ihm für die ganze Sache richtig auf die Fresse." Das wollte sie natürlich auch nicht, aber meine Reaktion schien sie schon zu beruhigen. Ich war aber von dem Gedanken, bei ihr zu nächtigen, beunruhigt. Auch und gerade weil ich fühlte, dass ich keinen Spruch gemacht hatte und sie wirklich immer noch über alles liebte. Es war mir leicht gefallen, sie als meine „kleine Schwester" zu betrachten, so lange sie in unerreichbarer Ferne einer soliden Beziehung weilte. Jetzt war sie vielleicht so erreichbar wie noch nie, trotzig und in einer gefährlichen Stimmung. Wir lagen nach dem Essen auf dem Bett und rauchten einen Spliff. „Boah, Tom, hast du da viel reingetan. Das reicht mir auch schon, du kannst den Rest alleine rauchen. Willst du mich richtig breit machen, oder was?" „Natürlich, damit ich dich vernaschen kann und Stan wenigstens einen realen ...