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London Calling 07
Datum: 18.04.2021, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: byplusquamperfekt
... war sogar unser Cliff wirklich begeistert von. Cliff kann sich nebenbei seiner Position auch nicht so sicher sein, wie er das denkt. Ich habe den Auftrag, dir zu sagen, dass es auch in dieser Abteilung in baldiger Zukunft Aufstiegsmöglichkeiten gäbe. Du verstehst?" Ja, ich verstand. Aber es lockte mich nicht mehr. „Nein, und wenn du mir deine Position anbieten würdest, kannst du mich nicht mehr umstimmen." „Mann, wir beide wissen, dass das Schiff untergeht. Aber überlege doch mal, wie sich das auf dem Lebenslauf machen würde und wenn du Glück hast und vorher von Andrea gefeuert wirst, kriegst du auch noch eine fette Abfindung, wenn du gehst." „Träum weiter. Du siehst doch, wie viel Lust sie hat, mich zu feuern." „Ja, das hat intern schon zu den wildesten Gerüchten geführt. Mal von Mann zu Mann ... bumst du sie wirklich?" Ich lachte laut los. „Nein, ich bumse sie nicht. Weiß der Teufel, warum sie so einen Narren an mir gefressen hat. Es beruht nicht auf Gegenseitigkeit. Ich bewundere sie für das, was sie aufgebaut hat, aber das ist es dann auch schon. Sie hat es genauso geschafft, uns in die Scheiße zu lenken." „Aber Christine hast du doch wohl gevögelt?" „Ich habe niemanden in der Firma gevögelt. Okay, jetzt hast du deinen Auftrag erfüllt ... meine Antwort ist auch weiterhin nein. Kann ich jetzt wieder rüber?" Er sah mich nachdenklich an. „Okay. Dann gebe ich dir noch etwas mit auf dem Weg. Das darf die Wände dieses Büros nie verlassen, ...
... verstehst du? Okay. Unterscheib die Einkaufsaufträge um Gottes Willen nicht selbst." „Huh? Warum das?" „Lass Andrea sie unterschreiben. Es ist strafbar, Aufträge zu stellen, wenn klar ist, dass die Firma bankrott ist. Wir beide wissen, wie klar das ist. Zu mir brauchst du mit den Dingern auch nicht zu kommen ... verstanden?" „Verstanden. Danke. Das wusste ich nicht." Er nickte befriedigt. „Du machst das schon richtig. Darf ich Andrea sagen, dass du dir die Sache überlegst? Nur, damit sie uns beide in Ruhe lässt? Okay. Ich akzeptiere deine Entscheidung natürlich, aber so bleibt uns beiden vorerst Generve erspart." Ich nickte und verließ sein Büro. So einfach und klar war das alles für mich natürlich nicht. Auf der einen Seite waren mir unsere Geschäftsgebaren und die halbseidenen bis illegalen Versuche, die Firma am Tropf zu halten, wirklich zuwider. Auf der anderen identifizierte ich mich immer noch mit der Firma, fühlte Loyalität und Verpflichtungen. Andrea mied mich, vermutlich, um mir nicht das Gefühl zu geben, dass sie mich unter Druck setzen wollte. Eine Woche vor meinem Kündigungstermin schenkte unser Generalmanager ihr dann aber reinen Wein ein. Ich sah sie nur noch einmal an meinem letzten Tag. Sie sah verletzt und wütend in meine Richtung, grüßte nicht einmal und verschwand. Sie fühlte sich wohl von mir verraten, irgendwie auch ein wenig zu Recht. Die Firma schleppte sich tatsächlich noch ein halbes Jahr über die Runden. Ein Jahr später würde Andrea ...