1. Meine Geschichte


    Datum: 30.04.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byAldebaran66

    ... Ausschnitt schauen konnte. Ob sie es bewusst machte, konnte ich nicht sagen, aber es war ein erfreulicher Anblick.
    
    Danach griff ich nach meiner Tasse und nahm vorsichtig einen Schluck daraus, denn er dampfte noch stark und ich ging davon aus, dass er noch sehr heiß war.
    
    Das war er auch, und ich nahm nur einen kleinen Schluck, wenig später einen Zweiten. Er hatte einen ungewöhnlichen Geschmack, den ich nicht definieren konnte. Vordergründig war er ein schwarzer Tee, hatte aber einen leicht bitteren Hintergrund.
    
    Asifa sah mir dabei zu und ihr lächeln wurde noch breiter als zuvor. Dabei wollte mir nicht einfallen, warum es lustig sein sollte, wenn ich Tee trank. Ich sah sie verständnislos an und meinte dann nur nebenbei: „Was ist heute lustig an mir?"
    
    „Nichts an dir selber. Es freut mich nur, dass du den Tee trinkst!"
    
    Ich wusst nicht, was sie damit meinte und sah einmal in die Tasse, konnte aber nichts Besonderes daran entdecken. Nur einige wenige Blattteile waren auf den Grund abgesunken, wie man es kannte, wenn man keine Teebeutel benutzte.
    
    „Was soll mit dem Tee sein? Er schmeckt gut, etwas bitter, genau richtig für dieses Wetter!"
    
    Ich stellte die Tasse zurück und sah Asifa erneut neugierig an. Ein hintergründiger Gedanke keimte in mir auf. Asifa hätte es nicht erwähnt, wenn es für sie nicht wichtig gewesen wäre.
    
    Sie selber nahm aber ihre Tasse und trank ebenfalls einen großen Schluck daraus.
    
    „Du musst besser aufpassen. Es wird Menschen oder andere ...
    ... Wesen geben, die hinter dir her sein werden. Die werden dir nicht freundlich gesinnt sein. Jetzt wo du die ersten Fortschritte mit deinen Kräften machst, sendest du deine Signale nicht nur an mich. Auch andere können sie orten. Zwar nicht entschlüsseln, aber sie erkennen die Quelle. Nicht jedem wird das gefallen. Sie werden eifersüchtig nach dir Ausschau halten, werden wissen wollen, er diese kräftigen Signale sendet. So kräftig, dass sie noch über Kilometer funktionieren. Das ist selten. Daher habe ich dir die Aufgabe gestellt, um zu testen, wie weit die Kräfte reichen. Da ich dich sehr deutlich empfangen habe, muss die Reichweite enorm sein. Du musst dir das vorstellen, wie einen Radiosender. Er verliert auf die Strecke an Leistung. Es ist hier zwar nicht genauso, aber ähnlich!"
    
    Ich hörte ihr interessiert zu, wusste aber nicht, worauf sie hinaus wollte. Wie so oft, ergab es nicht gleich einen Sinn.
    
    „Kommen wir zu dem Tee zurück. Als du ihn eingegossen hast, war er enorm heiß. Trotzdem habe ich einen tiefen Schluck davon genommen, ohne mich zu verbrennen. Das lässt zwei Deutungen zu. Entweder kann ich Hitze wesentlich besser vertragen als du, oder ich hatte ein anderes Getränk!"
    
    Hier machte sie eine Erklärungspause, beugte sich seitlich herunter und griff dort herunter, wo ich nicht hinsehen konnte. Als ihre Hand wieder zum Vorscheinen kam, hielt sie eine weitere Kanne in der Hand. Aus dieser goss sie sich erneut ein und stellte sie neben ihrer Tasse ab.
    
    Sofort ...
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