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Meine Geschichte
Datum: 30.04.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byAldebaran66
... werden. Zuvor war ich ein unsteter Geist gewesen, habe mich nicht lange an denselben Orten aufgehalten, sondern bin hin und her gezogen. Menschen verstanden es nicht, wenn in ihrer Umgebung jemand war, der anscheinend niemals starb. Man hätte mich zu schnell Hexe genannt und das hätte meinen Tod bedeuten können. Es gibt Mittel und weg selbst mich zu töten. Das werde ich dir aber nicht verraten. Jedenfalls legte ich über die vielen Jahre diesen Garten an und die alte Eibe war der erste Baum, den ich pflanzte. Hier lebte ich glücklich mit meinem Mann zusammen. Aus dieser Verbindung ging eine Tochter hervor, die meinen Stamm weiter verbreitete. Lange nicht alle hatten die Kräfte, nur selten war jemand dabei und wenn, dann waren sie weiblich. Samira war die Erste und Einzige, die Kräfte entwickelte, die meinen ebenbürtig waren. Sie konnte damit aber noch nicht richtig umgehen. Mein Mann, übrigens den Einzigen, den ich jemals hatte, war vermögend. Danach heiratete ich niemals wieder, denn ich konnte es nicht noch einmal ertragen, dass jemand den ich liebte, älter wurde und ich nicht. Er starb, während ich weiterleben durfte. Danach mochte ich in dem Haus nicht mehr leben. Es erinnerte mich immer an die Glücklichste und zugleich schrecklichste zeit meines Lebens. Also zog ich aus und schaffte mir hier im Garten mein kleines Reich. Mehr brauchte ich nicht. Das Haus vermietete ich, denn ich hatte keinen anderen Verwendungszweck dafür. Dafür fand ich einen Mann, bei dem ich ...
... ähnliche Kräfte vermutete, wie bei dir. Aber ich griff daneben. Er war nicht das, was ich gesucht hatte. Er führe mich an der Nase herum, wusste, wie er es machen musste, und nutzte seinen Kräfte dafür, im Haus seinen Veranlagungen nachgehen zu können. Er war es, der den Keller anlegte. Ich musste eine Weile weg. In dieser Zeit wollte Samira mich besuchen. Sie hatte nicht gewusst, dass ich nicht da war. Ein gefundenes Fressen für den Mann. Wie ich dir schon sagte, vollführte er im Keller schreckliche Dinge. Allerdings hatte er nicht gewusst, das Samira ebenfalls nicht ohne war. Sie konnte wie ich nicht wirklich sterben. Sie verhöhnte ihn, denn selbst Schmerzen konnte sie nicht empfinden. Allerdings war ihr Körper seinem nicht gewachsen. Er konnte mit diesem machen, was er wollte. Währenddessen sandte Samira Botschaften an mich, aber nur die Erste kam an. Dann unterband er es, unterbrach die Verbindung. Ich konnte nicht schnell genug hier erscheinen, um zu verhindern, was er mit ihr machte. Er fesselte sie, schlug ein großes Loch in die Wand und schuf eine kleine Kammer. Hier legte er sie hinein und mauerte den kleinen Raum zu. Danach legte er einen starken, dunkeln Zauber um die Kammer. Samira sollte nicht sterben können, sollte für ewig in der Kammer bleiben, in der absoluten Dunkelheit und Stille. Selbst ich kam nicht mehr an sie heran, konnte den Fluch nicht brechen. Als der Mann nicht mehr da war, versuchte ich alles sie dort herauszuholen, aber es ging nicht. ...