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Daniela´s Aufgaben
Datum: 21.05.2021, Kategorien: Medien, Autor: Anonym
... Und warten. Nach einer endlos langen Stunde (oder waren es doch nur fünf Minuten?) klopft es schließlich an der Tür. "Schatz, gehst du mal?" ruft Holger wie abgesprochen. "Ich bin noch nicht angezogen!" ruft Daniela zurück. "Macht doch nichts!" antwortet Holger laut. Ein paar Sekunden vergehen, ohne dass etwas passiert. Sollte Daniela der Mut verlassen haben? Wieder klopft es, dann hören wir sie endlich aus dem Bett springen und zur Tür laufen. "Bonjour!" lässt sich eine männliche Stimme vernehmen, gefolgt von Schritten und einem quietschenden Teewagen, der anscheinend an unserer Tür vorbei in den Raum geschoben wird. Das ist das Signal für Holger. Er betätigt die Klospülung, geht hinaus und zieht die Tür hinter sich zu, vor unseren neugierigen Augen, aber so war es abgesprochen. "Merci!" hören wir ihn sagen, dann ist es ruhig. "Merci beaucoup!" ertönt Holgers Stimme etwas nachdrücklicher, dann folgen wieder Schritte und das Geräusch der Zimmertür. Jemand springt ins Bett, bevor ein undefinierbares Gemisch aus leisen Stimmen und Geschirrklappern ertönt. Sollten sich die beiden tatsächlich allein über das Frühstück hermachen, während wir mit knurrendem Magen im Bad zusammengepfercht warten? Nachdem wir eine Weile tatenlos zugehört haben, können wir unsere Neugier nicht mehr bändigen und öffnen die Tür. "Ach, ihr seid auch noch da!" empfängt uns Holger mit gespielter Verwunderung und vollem Mund. Daniela sitzt im Bett, bis zum Hals in die Decke gewickelt, auf den ...
... Knien ein Tablett, von dem sie und Holger abwechselnd eine Köstlichkeit nach der anderen angeln. Er erzählt, wie Daniela tatsächlich splitternackt in voller Schönheit das Frühstück in Empfang genommen hat und er den Zimmerservice nur durch ein üppiges Trinkgeld wieder nach draußen komplimentieren konnte. "Ihr hättet mal sehen sollen, was der für Augen gemacht hat!" prustet er heraus. "Du etwa nicht?" frage ich, während Daniela verschämt in ihrem Essen stochert. Wir einigen uns darauf, erst einmal wie gewohnt frühstücken zu gehen, bevor die anderen drei Zettel abgearbeitet werden. Die Reste auf den Tabletts sind schnell vertilgt, dann lassen wir Daniela allein, damit sie sich ungestört wieder anziehen kann. Als sie ein paar Minuten später am Buffet zu uns stößt, nehme ich sie bei der Hand und ziehe sie zu mir herüber. "War's schlimm?" flüstere ich ihr ins Ohr und küsse sie auf die Wange. "Weiß nicht", lautet ihre unsichere Antwort. Mit glühenden Ohren und zitternden Fingern schaufelt sie sich den Obstsalat auf den Teller und ist sichtlich froh, eine Weile Pause zu haben, in meiner Nähe und nicht den gierigen Blicken der Anderen ausgesetzt. "Der Verlierer muss das Geschirr wegräumen!" tönt Holger, als wir wieder aufbrechen wollen. "Nackt?" entfährt es Daniela, aber Holger lacht nur. "War nur ein Scherz, die Zettel sind doch alle oben!" Mit mulmigem Gefühl schleichen Daniela und ich Arm in Arm hinter den Anderen die Treppen hinauf. Irgendwie schwanke ich zwischen männlichen ...