1. Es sind die Umstände


    Datum: 28.05.2021, Kategorien: Inzest / Tabu Autor: bySalvan

    ... Lust haben, es miteinander zu treiben, weil sie ja so schön allein sind und es keine Zeugen gibt?
    
    Nein, Liebes, sieh es mal so ... Sie sehen keine Chance, jemals wieder auf andere Menschen zu treffen ... Ich glaube, es hat solche Beschreibungen schon gegeben ... zumindest in der Literatur ... Der Trieb zur Arterhaltung ... also der Wunsch, nicht ohne Nachkommen zu sterben, kann dann vielleicht stärker sein als das Zurückschrecken vor Inzest.
    
    Ich weiß nicht ... das scheint mir nicht realistisch. Es ist und bleibt gegen die Natur. Ich finde das unappetitlich. Lass uns über etwas anderes reden.
    
    2.
    
    Liebes?
    
    Ja?
    
    Zu unserem Gespräch von neulich ... du weißt schon, über Inzest ... Ich habe gerade einen Aufsatz über alte Kulturen gelesen. Da ging es unter anderen auch um das Thema ...
    
    Du meinst, dass man den ägyptischen Pharaonen nachsagt, sie hätten als Geschwister untereinander geheiratet haben?
    
    Ja, das auch ... und wohl nicht nur nachsagt ... In anderen Kulturen ist oder war Inzest durchaus erlaubt. Soviel ich weiß, steht er in einigen unserer Nachbarländer noch nicht mal unter Strafe ... Aber ... das allein meinte ich jetzt gar nicht so sehr.
    
    Sondern?
    
    Ich musste daran denken, dass du wohl annimmst, es gebe bei normalen Menschen eine natürliche Sperre, die Sex zwischen Verwandten unterbindet ... Dieses Tabu ist aber mit Sicherheit nicht naturgegeben, sondern sozialen Ursprungs. Das macht es natürlich nicht weniger wirkungsvoll.
    
    Schatz ... glaubst ...
    ... du allen Ernstes, der Gedanke, mit meinem eigenen Vater ... Sex zu haben ... sei für mich nur deshalb so abschreckend, weil ich entsprechend erzogen worden bin?
    
    Nicht deshalb allein. Aber natürlich trägt das auch dazu bei. Unsere Vorfahren haben irgendwann erkannt, dass die Zeugung von Nachwuchs unter engen Verwandten das Risiko von Erbschäden erhöht. Darum hat man es im Interesse der erfolgreichen Fortpflanzung mit einem Tabu belegt, für abartig erklärt und verboten. Und diese Sicht wurde uns natürlich auch anerzogen.
    
    Du siehst das aber sehr akademisch. Ich glaube nicht, dass das alles erklärt.
    
    Nein, ich sage ja, es spielen sicher auch andere Dinge hinein.
    
    Und zwar?
    
    Ich denke, die große Nähe und Vertrautheit ... zu engen Verwandten, meine ich ... damit wächst man doch auf ... Und die führt dazu, dass unter normalen Umständen kein sexuelles Interesse aneinander aufkommt. Es kann in einem solchen Klima eben keine erotische Neugier aufeinander entstehen. Nimm mal die Sache mit Ödipus ... ich weiß, das ist eine Sage, aber Ähnliches hat es sicher auch in Wirklichkeit schon gegeben ... er hat seine Mutter sexuell begehrt, weil er keine Ahnung hatte, dass sie seine Mutter war. Das mit der Stimme des Blutes, die so etwas verhindert, dürfte also ein frommer Wunsch sein.
    
    Na gut, aber das trifft in dem Fall, über den wir gesprochen haben, ja wohl nicht zu. Wie in den meisten anderen Fällen auch nicht, von denen man so hört.
    
    Natürlich nicht. Es fiel mir nur ganz ...
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