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Nach der Scheidung
Datum: 19.07.2021, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: bybumsfidel
© bumsfidel 2019 Im Grunde hatte sich Peter immer für sehr erfolgreich gehalten. Im Kindergarten schon beliebt, in der Schule einer der fleißigsten. Nach der Lehre noch ein Studium angehängt, nebenbei so manchem Mädel den Kopf verdreht. Mit dreißig schließlich gründete er eine Familie, nachdem ein geregeltes Einkommen gesichert war. Mit vierundvierzig fingen jedoch die Probleme an. Seine Tochter wurde immer zickiger, seine Frau schloss sich dem an. Zunächst flüchtete er sich in Arbeit, doch bald stellte er fest, dass das nicht befriedigend war. Und das meinte er wörtlich, spielte sich doch zu Hause fast nichts mehr ab. Alle vierzehn Tage rauf auf die Mutter und das auch nur nach vorherigem Bitte Bitte, das war nicht gerade das, was er sich unter einer funktionierenden Ehe vorgestellt hatte. Okay, verheiratet sein bestand nicht nur aus Sex, aber es war doch ein wesentlicher Bestandteil. Dachte er. Seine Frau vermutlich auch, aber eben nicht mit ihm. Während einer lautstarken Auseinandersetzung gestand sie ihm, einen anderen zu haben. Einer, der besser zu ihr passen würde. Der auch seine Tochter verstehen würde. Aha. Nicht nur seine Frau hatte ihn hintergangen, die Göre gleich mit. Peter ließ sich scheiden, in der Hoffnung bald etwas Neues zu finden. So schwer konnte das ja wohl kaum sein. Seine ehemals dichten Locken waren zwar inzwischen mit Geheimratsecken verschönt und die Taille - na ja, reden wir nicht drüber. Vergangenem soll man nicht nachtrauern. Doch Jahre ...
... später war er immer noch der Einzige, der an seinem Dödel spielte. Er hatte alles versucht, war wieder auf die Piste gegangen, ins Kino, in die Kneipen, hatte sich sogar im Urlaub auf Flirts eingelassen. Aber immer dasselbe: Entweder waren die Weiber zu jung, zu alt, zu versoffen oder was auch immer. Viele rauchten, was er nun gar nicht verstehen konnte. Wie konnte man nur so blöd sein, seine wohlverdienten Kröten in Rauch aufgehen zu lassen und dabei noch seine Gesundheit ruinieren? Die Guten waren verheiratet und nicht zu haben. Der Markt war wie leergefegt und nur die mit den Macken lagen noch auf dem Wühltisch. Zweite Wahl, maximal. Dass dies etliche seiner Bekanntschaften umgekehrt genauso sahen, kam ihm nicht in den Sinn. In seiner Frustration dachte er immer häufiger an seine erste Erfahrung mit dem anderen Geschlecht, eine Erfahrung, die ebenso einschneidend wie erfolgreich gewesen war und dafür gesorgt hatte, dass er sich ab da über mangelnden Zuspruch nicht beklagen konnte. Zumindest bis zu seiner Hochzeit. Sein zwei Jahre älterer Bruder Uwe hatte ihm ein besonderes Geschenk gemacht, eine Woche nach seinem achtzehnten Geburtstag. Er hatte beobachtet, wie seine damalige Freundin Michaela und Peter sich auf der Feier immer wieder abschätzende Blicke zugeworfen hatten. Uwe und Michaela waren sich einig, dass sie sich nie heiraten würden, sondern ihre Gemeinschaft eher der Erprobungsphase geschuldet war. Er hatte sie unverblümt gefragt, ob sie sich Sex mit seinem ...