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Beziehungsunfähig 10
Datum: 08.08.2021, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: by1nerWieK1ner
... gegenüber genierte, ich blieb höflich. So war halt meine Erziehung. Hinterher erfuhr ich, dass sich Ramona gerade darüber am meisten ärgerte. Lag es doch eigentlich in ihrer Absicht, mich zu vergraulen. Ich war ihr wohl zu der Zeit schon allein durch meine bloße Anwesenheit ein Gräuel. Da ich, wie schon erwähnt, von dieser grundsätzlichen Abscheu mir gegenüber nichts wusste, verpufften Ramonas Bemühungen wirkungslos, was ihre Aggression nur noch anheizte. Wenn sich das Ganze nicht aufgeklärt hätte, dann wäre dieser brodelnde Herd sicherlich irgendwann explodiert. Aber schließlich löste es sich auf. Von einem Tag auf den anderen trat sie mir freundlicher auf. Das merkte ich daran, dass sie plötzlich versuchte, sich mit mir zu unterhalten. Da ich das nicht gewohnt war blieb ich erst mal zurückhaltend. Vielleicht etwas misstrauisch tauschte ich an dem Tag ein paar Sätze Smal Talk mit ihr aus. Klar wunderte ich mich über Ramonas Sinneswandel, aber auch das fiel nicht groß ins Gewicht. Sie spielte im Grunde keine Rolle in meinem Leben. Da ich jedoch ein recht harmoniebedürftiger Mensch bin, gefiel es mir dennoch. Etwas später, die Spielo war an dem Abend nicht sonderlich besucht, ich trank einen meiner Feierabendkaffees, bat sie mich in ein stilles Eckchen und erklärte sich unaufgefordert. Der Auslöser für ihre Abneigung war tatsächlich derselbe wie bei Kathi. Rainer. Auch hier hatte er seinem Hobby, andere schlecht zu reden, keine Pause gegönnt. Und ...
... wieder war ich einer derjenigen, die er dabei benutzte. War es bei Kathi noch recht harmlos gewesen, fuhr er hier allerdings ziemlich grobe Geschütze auf. Das, was er Ramona über mich anvertraut hatte, war starker Tobak gewesen; und das, obwohl ich wusste, wie er war. So hatte er mich Ramona gegenüber quasi als Sexualstraftäter dargestellt. Ich würde Frauen belästigen. Sie anfassen, wo und wann immer es wollte. Und auch der ein oder andere Vergewaltigungsverdacht wurde geäußert. Wobei ich nur davon gekommen war, weil meine Opfer aus Angst vor meiner Brutalität sich nicht getraut hatten, mich anzuzeigen. Das Alles erzählte er ihr vorgeblich natürlich nur, damit sie vor mir auf der Hut sein konnte. Nach dieser Information war ich ehrlich sprachlos. Was nicht häufig bei mir vorkommt. Ich verstand nun jedoch sehr gut ihre Aversion zu mir. Letztlich konnte ich mir dennoch nicht die Frage verkneifen, warum Ramona das Alles nun nicht mehr glaubte. Was sich geändert hatte; mein Verhalten war es jedenfalls nicht. Das blieb immer gleich. Nachdem sie ein wenig herum druckste, rückte sie schließlich damit heraus, dass Rainer eines Abends beim Schichtwechsel genau das getan hatte, was er mir vorgeworfen hatte. Während Ramona abwusch legte Rainer seine Hände auf ihre Taille und presste seinen Schritt an ihren Hintern. Für ihn bedeutete das eine saftige Ohrfeige und die Aufkündigung seines Arbeitsverhältnisses, für sie begann damit eine Zeit des Nachdenkens. Ramona ...