1. Die Kräuterhexe


    Datum: 09.08.2021, Kategorien: Sonstige, Autor: Weltensegler

    Wie überall gibt es auch bei den Hexen, böse und welche, die gerne helfen wollen.
    
    Andreas und Petra wachsen in einem kleinen Dorf auf. Gerade mal 400 Einwohner gibt es da. 2 Kneipen, einen Lebensmittelladen. Eine Schule mit nur 2 Klassen. 1. Klasse 1. - 4. Schuljahr 2. Klasse 5. - 8. Schuljahr. Jeweils nur 1 Lehrer.
    
    Das klingt für heutige Verhältnisse zwar unglaubwürdig, damals war es jedoch so. Erst als das 9. Schuljahr (Volks/Grundschule) eingeführt wurde, änderte sich dies. Von dem Zeitpunkt an mussten die Schüler mit dem Bus in den nächsten etwas größeren Ort gefahren werden. Andreas und Petra kamen gerade in das 7. Schuljahr.
    
    Alle diese Schüler, auch die aus den umliegenden kleinen Orten, wurde mit vielen Vorurteilen empfangen.
    
    Die können ja gar nichts wissen. 1 Lehrer mit 4 Schuljahren, da kann doch keiner etwas lernen. Damit wurde die Kinder immer wieder veräppelt.
    
    Das ging so lange, bis 5. bis 8. Schulklassen bewiesen haben, dass sie in vielen Dingen viel weiter waren, als alle anderen. In der Grundschule hieß es z.B Mathe, in der Volksschule einfach nur rechnen.
    
    Dabei waren die Volksschüler in Prozent/Bruchrechnung und im 1 × 1 den Grundschüler weit voraus. Auch das kleine und große 1 × 1 konnten alle aus dem FF. In Deutsch war das nicht viel anders. In Heimatkunde machte ihnen auch keiner etwas vor.
    
    Nun, das ist nicht Inhalt der Geschichte, es gehört nur einfach dazu, um sie besser zu verstehen.
    
    Petra und Andreas waren in der Grundschule ...
    ... nicht gerade die besten Freunde. Eigentlich hätte man es umgekehrt vermuten sollen, denn die beiden waren die besten Schüler in dieser Volksschule.
    
    Gerade die beiden wurden in der Grundschule am meisten gehänselt. Heute würde man sagen gemobbt.
    
    Bei Petra wurde es so schlimm, dass sie schon nicht mehr zur Schule wollte. Eines Tages, als es besonders schlimm war, ging Andres dazwischen. Keiner hat ihm zugetraut, das er so mutig sein würde, um Petra vor gleich 7 Schülern zu verteidigen.
    
    Diese 7 versuchten Andres aufzuhalten und ihn zu verprügeln. Die Prügel bezogen allerdings sie.
    
    Andreas war durch die Mitarbeit auf dem Bauernhof seiner Eltern so durchtrainiert, dass sie ihm nichts anhaben konnten. Wer ihm zu nahe kam, musste sich später oft an die Nase fassen um immer wieder zu testen, ob sie nicht gebrochen ist.
    
    Ab da, wurde Petra und Andreas enge Freunde. Wirkliche Freunde. Keine Sexpartner. Das gab es seinerzeit, in dem Alter noch gar nicht. Frühestens mit 16 dachten sowohl die Mädchen als auch die Jungs an Sex. Das dann noch nur ganz heimlich. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel.
    
    Oft sogar erst mit 18/19. Zu der Zeit waren die Jugendlichen auch erst mit 21 volljährig.
    
    Nun aber weiter mit Petra und Andreas. Sie machten fast immer ihre Schularbeiten zusammen. Gingen im Sommer gemeinsam schwimmen, im Winter (da gab es sogar noch viel Schnee) tobten sie sich bei Schneeballschlachten mit den Jugendlichen aus.
    
    Mit 16 kamen sie aus der Schule und bekamen ...
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