1. Watched


    Datum: 08.10.2021, Kategorien: Sonstige, Autor: lost_of_mind

    ... dann noch erkennen.
    
    Seine vermehrte Tätigkeit bescherte ihm auch ein deutlich erhöhtes Einkommen. Er brauchte noch weniger auf seine alltäglichen Ausgaben zu Achten. Stealthman buchte noch öfter die Dienste von käuflichen Frauen. Das würde auch irgendwann vorbei sein, wenn er wieder in seinem Heimatdorf lebte. Dort gibt es keine diskreten Nutten mit Klasse. Nur gelangweilte Hausfrauen oder Junkies. Er musste dort unbedingt auf seinen guten Ruf achten. Oder wenn er endlich eine so sehr erhoffte feste Beziehung eingehen würde.
    
    Früher schon waren Nuttengänge nur ein billiger Ersatz wenn die Hormone zu sehr quälten. Nun wurde es schier unerträglich, denn jedesmal hatte er Carina dabei im Kopf, egal wie sehr sich die engagierte Dame um ihn bemühte. Dinge, die ihm früher so Spaß machten erzeugten plötzlich schlechte Gefühle. Im Kopf hatte er nur Carinas schönes Lächeln, ihre ausdrucksstarken Augen, ihre sensiblen Hände, ihr harmonischer Körperbau, die anmutige Art sich zu bewegen. Hatte er eine Muschi im Gesicht dann überlegte er an all die Muschis davor zurück und wie wohl Carina schmecken könnte. Er fühlte sich neuerdings schäbig beim Bumsen, als würde er sie Betrügen. Das war natürlich kompletter Unsinn, aber er fühlte sich so.
    
    Nach etwas über einem halben Jahr und einer Anfrage durch einen engagierten Anwalt wurde die Versicherungssumme tatsächlich ausbezahlt. Auf ihr Privatkonto. Eine Rechnung aus Russland kam überraschend zeitgleich, es wunderte sie nichts mehr. ...
    ... Diese lautete inzwischen auf 3,6 Millionen. Das ging alles von ihrem Anteil ab, von der Schuldentilgung bei den Banken, aber sie lebte ja nun von ihrem eigenen Einkommen. Vor allem: Sie lebte!
    
    Nach und nach konnten fähige alte Mitarbeiter zurück gewonnen werden, die Arschkriecher welche ihrem ehemaligen Gatten erst das planlose Wüten ermöglichten und den Geschäftsführer raus mobbten wurden aussortiert. Diesmal gingen die richtigen.
    
    Es war auch das einzige Mal dass sie ihren Geschäftsführer hinterging, in dem sie die russische Rechnung kunstvoll in den Büchern verschleierte und den Betrag ungeprüft von ihrem Privatkonto zur Zahlung anwies. Diese Zahlung als Darlehen an die eigene Firma deklarierte. Dies alles sehr zügig. Carina wollte keinen Unfall haben. Nun stand nur noch das Honorar ihres Helfers aus. Was aus dem wohl geworden war?
    
    Das erfuhr sie bald aus erster Hand. Klar, dass er wiedermal über alles bestens Informiert war. Er stand als Fahrer des Lieferdienstes eines Gartenmarktes vor ihrem Gartentürchen, zuerst erkannte sie ihn nicht, war eher verärgert da sie nichts bestellt hatte. Aber die angenehme Stimme, der Akzent waren untrüglich. Sie freute sich sehr. Er lud einen Gartenhäcksler ab, die neugierigen Nachbarn sahen nur einen Plausch einer alleinstehenden Frau mit einem Lieferanten, eine Einweisung in ein technisches Gerät. Langweilig.
    
    "Immer wieder überraschend, in welchen Rollen sie in meinem Leben auftauchen." Und nach einer Pause: "Ich habe sie ...
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