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Datum: 08.10.2021, Kategorien: Sonstige, Autor: lost_of_mind
... "Also ja?" Carina schob Piotr sanft auf den Flur und löschte das Licht. Im Bürogebäude war es dunkel und ruhig. In den Fluren brannten nur noch die Notbeleuchtungen. Sie verließen das Haus durch die Halle, wo noch etliche Maschinen liefen. Inzwischen sogar wieder zweischichtig, das hatte sie dem neuen alten Geschäftsführer zu Verdanken, der viele Kunden zurückgewinnen konnte. "Ach ja, diese drei neuen grossen Fräsmaschinen dort drüben gehören sozusagen dir, wenn du weisst was ich meine..." Piotr wusste was sie meint... Und empfand es als gutes Investment. Modernste Technik. Produktiv. Legal. Steuerpflichtig. Man möchte es nicht glauben, aber es gibt Menschen die dankbar sind wenn sie steuerpflichtig werden dürfen. Im Hof wies Carina ihren Begleiter an sein Auto stehen zu lassen, zwei große Koffer wechselten den Kofferraum, er stieg zu ihr in ein unscheinbares, eher typisches Familien- oder Fahrschulauto. Sie fädelte sich in den abendlichen Verkehr ein. "Wenn du mit im Wagen sitzt fühle ich mich einfach sicherer." Sagte Carina. Im Licht der anderen Autos sah er ihr schmunzeln. Er begann ihren subtilen Humor zu lieben. Nicht nur das. Von einer Frau gefahren zu werden, nicht krampfhaft in den Rückspiegel sehen zu müssen, geradlinig das eigentliche Ziel anzusteuern und nicht ständig und andauernd konspirative Abschüttel- und Meidaktionen durchzuführen. Das alles war neu für ihn und das was für normale Bürger so selbstverständlich scheint eine echte Erfahrung. ...
... Das Wohngebiet ihres neuen Hauses kannte er in der Tat schon, musste es damals für seine Lieferaktion vorher auskundschaften. Kathrin schien reichlich überrascht zu sein ihn zu sehen, freute sich dann doch. Sie merkte sofort wie ihre Mutter in der Gesellschaft dieses Mannes aufblühte, fast schon peinlich turtelte. Auch Piotr war etwas überrascht. Schien diese junge Frau inzwischen vielleicht noch schöner geworden zu sein, sie lief bereits in einem gemütlichen Hausanzug umher. Er stellte seine Koffer in das angebotene Zimmer, sah sich um. Es bestand überwiegend aus Dachschräge, in hellem Holz getäfelt. Der Raum über der aufgestockten Garage mit einem großen Fenster zur Stirnseite hin. Ein einfaches Bett, ein kleiner Schreibtisch, mehrere halbhohe Schränke, ein flauschiger Teppich. Fast wie in einer Pension. Jedoch sauberer und gemütlicher. "Gefällt es dir? Nur das Bad hinten am Flur links musst du mit uns teilen. Du darfst ruhig sagen wenn..." "...nein, nein," fiel er ihr ins Wort, "alles Bestens. Wenn du wüsstest wie wir damals jahrelang in der Armee gehaust hatten. Dagegen ist das hier Megaluxus!" Piotr meinte es so wie er sagte, weniger von den Räumlichkeiten her als von den emotionalen Umständen. "Das mit der Armee und den Versicherungsangelegenheiten ist ja jetzt endgültig vorbei." Den Blick den sie ihm dabei zuwarf konnte er nicht so recht deuten. "Dein eigenes Haus ist auch ganz ordentlich." "Du hast nur das fertige Wohnzimmer und die Küche gesehen, ...