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Datum: 08.10.2021, Kategorien: Sonstige, Autor: lost_of_mind
... sind nur für kürzere Distanzen bis maximal 100 Meter sinnvoll und wird meist für Kurzwaffen bei Kommandounternehmen angewandt. Mündungsfeuer und Gasaustritt sind untrennbar miteinander verbunden, was auch das lauteste am Vorgang ist. Als letztes Glied in der Kette verwendet man daher sogenannte Supressoren oder Moderatoren. Deren Aufgabe ist es den Verbrennungsvorgang des Mündungsfeuers in sich aufzunehmen, die Druckwelle vor- und vor allem hinter dem Geschoss abzufangen, die harte Druckwelle zu einem weichen Gasstoß zerstreuen, abzukühlen und nur noch mit mäßiger Geschwindigkeit möglichst verwirbelt an die Umwelt abzugeben. Den grellen Mündungsblitz hat man damit auch schon etwas eingedämmt, wenn auch nicht gänzlich verhindert. In dunkler Nacht sieht man manchmal noch trotz Supressor eine kleine blaue Flamme vor dem Austritt auflodern, was man im Regelfall ab 50 Metern jedoch kaum noch wahrnimmt. Dazu braucht man in erster Linie Volumen. Sehr viel Volumen. Wir sprechen hier von vielleicht von 1⁄4 Liter nur bei sehr schwachen Kleinkaliber-Kurzwaffen bis zu ganzen 2 Litern bei extrem starken Büchsenpatronen. Und von einem robusten Innenleben, welches dem enormen Gasdruck standhalten kann. Dies bedeutet auch Gewicht. Das Innenleben besteht aus Lamellen und Kammern, welche durch Bohrungen miteinander verbunden sind. Dies alles muss sehr präzise aufeinander abgestimmt und exakt in der Achse der Laufseele ausgerichtet sein. Im Regelfall funktioniert das nur bei ...
... einer ganz bestimmten Laborierung, verwendet man etwas anderes muss aufwändig neu abgestimmt werden. Diese voluminösen Moderatoren behindern auch die Visierlinie, eine Zielhilfe muss dementsprechend höher angebracht werden und deutlich stabiler ausgeführt sein. Zudem verändert ein Supressor die Trefferlage signifikant, es muss neu eingeschossen werden. Nichts also mit daumendicken Röhrchen, die aus der Hosentasche gezogen und eilig aufgeschraubt werden und nur noch mit einem leisen >Plopp< belohnen. Hollywood verarscht uns wie so oft. Die Patrone eines typischen Scharfschützengewehres trägt sehr weit und muss dabei auch im Ziel noch die nötige Restenergie entfalten, manchmal müssen Schutzwesten und Autotüren überwunden oder Motorblöcke geknackt werden um die Flucht eines Zieles zu verhindern. Ein typischerweise verwendetes Geschoss für lange Distanzen wiegt etwa 155 bis 320 englische Grains bei Langwaffen, das entspricht grob etwa 10 bis 21 Gramm metrischer Einheit. Entfernungen von 300 bis zu 700 Metern und Geschossgeschwindigkeiten von 850 bis 970 m/s an der Mündung sind üblich. Das Geschoss muss so schnell sein, denn die Geschossenergie steigt mit der Geschwindigkeit im Quadrat und Luft bremst erstaunlich stark. So bleiben davon nach 600 Metern oft nur noch 400 bis 600 m/s übrig, von der Anfangsenergie von 3000 bis 5000 Joule im Flugkörper verbleiben demnach vielleicht noch 1⁄4. Das reicht aus, denn ein menschlicher Körper kann nur etwa 200 bis 350 Joule ...