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Der Schmied aus Intal Kapitel 32/34
Datum: 02.12.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byAldebaranKastor
... nicht beim mir bedanken, im Gegenteil, ich müsste es. Du hast mir das Leben gerettet und meinen Körper ist mehr von dir geliebt worden, als jemals zuvor. Ich werde es nie vergessen!" Über so viel Lob wurde ich verlegen und rot im Gesicht. Sie grinste mich an und rannte zu den sich entfernenden Gauklern, ohne sich umzudrehen. Tief in Gedanken versunken ging ich meiner nächsten und zugleich schwersten Aufgabe entgegen. Ich wollte es schnell wie möglich hinter mich bringen. Es drängte mich nach Hause und das ging erst danach. Mit ernster Mine betrat ich das Haus meines Herrn und wurde zügig vorgelassen. Er war alleine und saß mir gegenüber an einem schweren Tisch. Er sah mich mit einem eisernen Gesicht von unten her an. Keine Regung war zu erkennen. Als ich tief Luft holte, um zu beginnen, glitzerte es schelmisch in seinen Augen auf und er begann, herzlich zu lachen. Ich hatte alles erwartet, bis hin zum Kerker, aber das nicht. Er bekam sich nicht mehr ein und Tränen liefen über sein Gesicht. Es dauerte eine Weile, bis er sich beruhigte und sagte: „Das ist die beste Arbeit, die ich jemals in Auftrag gegeben habe. Wie hast du das nur gemacht?" Ich verstand nicht, was er damit sagen wollte, und sah ihn dumm an. Erst als wir unser Wissen teilten, wurde alles klar. In der Nacht bei Marissa war Folgendes passiert. Da ich meinen gesamten Samen in sie gespritzt hatte, war sie der Meinung, dass es außer Zweifel stand, dass sie schwanger sei. Sie hatte große ...
... Angst vor ihrem Vater, dass sie eine Nacht später einen Brief an ihren Vater schrieb, in dem sie sich für alles entschuldigte. Gegen Morgen sprang sie von der höchsten Zinne der Burg in den Tod. Als mein Herr meine Version der Geschichte hörte, bebte am Ende sein Bauch vor Lachen, dass er keine Luft mehr bekam. Das Rätsel hatte sich gelüftet. Keiner hatte einen Verdacht, der es was mit mir zu tun hatte. Und wenn, ich war an dem Tag, beziehungsweise in der Nacht nicht mehr in der Stadt gewesen. Die Reiter, die an mir vorbei geprescht waren, waren Kuriere gewesen, die jene Nachricht weiterleiteten. Das mein Herr davon wusste war klar. Es war für ihn lebenswichtig alles zu wissen. Jetzt konnte zumindest auf diesem Wege, keine Vereinigung der beiden Reiche mehr stattfinden. Ob es was nützen würde, war nicht klar, doch herrschte im Moment Ruhe. Als Belohnung bekam ich ein weiteres schweres Säckchen voller Edelmetall und anderen Sachen. Ich nahm es dankend an. Mein Herr hatte sich was überlegt. Er legte mir Pläne vor, aus unserem Dorf ein Zentrum der Schmiedekunst zu machen. Er wollte dieses Gewerbe bei uns ansiedeln und ich sollte es für ihn verwalten. Ich fragte ihn, ob ich eine Wahl hätte. Er grinste mich an und schüttelte den Kopf. Damit war ein neuer Auftrag an mich gegangen, den ich nicht wollte. Ich hätte gerne meine Ruhe gehabt aber das war mir nicht vergönnt. Jetzt wollte ich schnell wie möglich nach Hause. Zuerst lief ich zu Rea und Rikan, verstaute das ...