1. Der Strand


    Datum: 09.10.2022, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: byXrubbishx

    Dies ist eine meiner ersten Storys. Ich hoffe sie gefällt. Alle handelnden Personen sind über 18 Jahre alt. Die Story ist frei erfunden. Viel Spaß beim Lesen.
    
    Es ist ein warmer Sommertag, die Hitze staut sich förmlich in den Straßen. Die Grünflächen sind schon eine ganze Weile verdorrt und mit jedem Schritt, wirble ich eine Menge Staub auf. Ich merke, wie mir der Schweiß am Körper herunterrinnt, wie meine Haare an der Stirn kleben, wie schwer mir jeder Schritt fällt. Die Sonne brennt erbarmungslos auf mich herab, selbst meine Kappe scheint da kaum eine Hilfe, im Gegenteil, auch unter ihr sammelt sich langsam die Wärme.
    
    Ich bin froh, dass ich fast da bin. Ich kann die Erfrischung schon in mir Fühlen. Der See. Das Strandbad. Die Wassertropfen auf meiner Haut. Und vor allem, die Frauen. Bei dieser Hitze liegen sie dort, in Scharen, leicht bekleidet, reiben ihre Körper mit Sonnenmilch ein, gewähren Blicke auf Körperstellen, die sonst im Alltag bestens verhüllt sind. Allein bei dem Gedanken daran, merke ich, wie sich meine Shorts ein wenig spannt. Ich sollte besser schnell an etwas anderes denken.
    
    Noch einmal um die letzte Ecke biegend, sehe ich endlich den See vor mir. Und nicht nur den See, nein, auch noch eine ewig lange Schlange an Menschen, die auf Einlass zum Strandbad warten. Na klasse, das kann ja dauern. Ich stelle mich hinten an, vor mir ist eine Familie mit zwei kleinen Kindern, welche in der Hitze ebenso vor sich hin schwitzen, wie auch ich.
    
    Die Kinder ...
    ... sind nicht gerade leise, ich verdrehe die Augen: Auch das noch. Dann vibriert mein iPhone. Eine WhatsApp von Benny, meinem besten Freund, mit dem ich mich gleich hier treffen möchte. „Hey Mats, sorry, aber ich schaffe es heute doch nicht zum See, meine Alten wollen unbedingt die neue Gartenhütte aufbauen und ich soll helfen. Geil, bei dem Wetter. Naja, wünsch dir trotzdem viel Spaß, denke du wirst die Zeit auch ohne mich dort gut rumbekommen 😉."
    
    Ich fass es nicht. Großartig, jetzt steh ich hier schwitzend in der Sonne, in einer Schlange voller nerviger Leute und mein bester Freund kommt auch nicht. Super. Total genervt gehe ich einige Schritte in der Schlange nach vorn. Ich überlege, wer sonst noch hier sein könnte aus meinem Bekanntenkreis, aber da Sommerferien sind und entsprechende Urlaubszeit herrscht, sind eigentlich alle irgendwo auf der Welt, nur nicht in diesem Nest. Und der See ist der Magnet für alldiejenigen, die das Pech hatten, zuhause bleiben zu müssen. So wie ich. Ich wäre auch gern weggeflogen, aber mit meinem mickrigen Gehalt, welches ich in einem Café in der Stadt als Kellner verdiene, kann ich keine großen Sprünge machen.
    
    Endlich sehe ich Licht am Ende des Tunnels. Gleich bin ich an der Reihe. In einer Fensterscheibe des Gebäudes, indem die Umkleiden untergebracht sind, sehe ich mein Spiegelbild. Die dunklen Haare, die unter meiner Kappe zu sehen sind, kleben mir am Kopf, mein weißes Shirt ist mittlerweile komplett durchgeschwitzt und klebt an meinem ...
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