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Kamasutra-Trockenübungen
Datum: 09.01.2023, Kategorien: 1 auf 1, Autor: Dingo666
... Stunden werden. *** "Hey, du Langschläferin. Wir fahren gleich los." "Hm?" Cindy blinzelte unter ihrem Arm hervor. Die Lichtbahnen, die an den Seiten der geschlossenen Fensterläden in ihr Zimmer fielen, stammten von einer Sonne, die schon nah am Zenit stand. Mäck rollte die Augen und verschwand aus der offenen Tür. Sie gähnte herzhaft und rieb sich die verschwollenen Augen. Es musste fast Mittag sein, sie hatte den Freitagvormittag verpennt. Egal -- sie hatte heute keine Online-Vorlesung, und bis zu den Prüfungswochen war es noch eine Weile hin. Kein Stress! Insbesondere, wenn man die halbe Nacht wachgelegen hatte, weil... "Oh!" Ihr fiel alles wieder ein, so als ob ein Erdrutsch über ihrem Kopf niedergehen würde. Sofort war die Unruhe wieder da, diese fiebrige Energie vom Vortag, die tausende von Fragezeichen. Sie fuhr schnell in die erstbesten Klamotten und schlurfte nach unten. Mäck montierte etwas am seinem steinalten Passat herum, der vor der offenen Tür stand, und Rosie telefonierte. Jan hockte am Tisch, einen Kaffee vor sich, den Kopf auf eine Hand gestützt. Er sah genauso verschlafen und verquollen aus, wie sie sich fühlte. "Morgen", murmelte sie und ließ sich neben ihn auf ihren Stuhl fallen, angelte nach der Kaffeekanne. "Morgen." Jan warf ihr einen undeutbaren Blick zu. Rosie brachte das Telefonat zu Ende und lächelte auf sie herab. "Ihr seht beide so aus, als hättet ihr die Nacht durchgemacht. Ist etwas Besonderes los?" "Ach ...
... nee, uns geht nur dieser ganze Online-Quatsch auf die Nerven", brachte Cindy schnell hervor und lachte fahrig. Jan nickte zu ihren Worten. "Äh -- brecht ihr jetzt schon auf? Dann viel Spaß in den Bergen." "Danke." Rosie beugte sich vor und drückte sie kurz. "Wir sind übermorgen am frühen Nachmittag zurück. Macht euch zwei schöne Tage, ja?" "Und vergesst die Liste mit den Arbeitsaufträgen nicht?" rief Mäck von der Tür her. "Kommst du jetzt? Wir müssen los, sonst kriegen wir Stau, und es dauert ewig." Ein letzter Aufruhr, der Motor des Passats verklang und dann kehrte Ruhe ein. Nur das Zwitschern der Vögel drang aus dem Garten herein. Cindy und Jan wechselten einen Blick. "Was?", fragte sie, selbst überrascht über die Schärfe in ihrer Stimme. "Nichts." Jan starrte zum Fenster hinaus. Sie biss die Zähne zusammen. Wollte er allen Ernstes so tun, als sei das ein völlig normaler Freitag? Bei der Vorstellung, das komplette Wochenende würde sich so anfühlen wie der letzte Abend, da sträubte sich alles in ihr. Das Alcatraz-Gefühl war zurück, stärker denn je. "Wir müssen reden", knurrte sie. "Na gut." Jan zuckte die Schultern. "Über was?" "Tu doch nicht so. Das weißt du genau." "Die vierundzwanzig Stunden sind noch nicht rum." "Das interessiert mich nicht!" Sie verschränkte die Arme vor der Brust. "Das ist jetzt wichtig, oder?" "Na schön." Er blickte in seine Kaffeetasse, als läge darin des Rätsels Lösung. "Fang du an." Cindy kämpfte den heißen ...