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Zum Geburtstag
Datum: 26.01.2023, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: byLingwe
Ich sehe dich sofort als du durch die große Drehtür kommst. Die letzte Viertelstunde habe ich damit zugebracht, möglichst unauffällig hier in der Hotellobby zu sitzen, den Eingang zu beobachten und die langweiligen Zeitschriften auf dem Tischchen vor mir durchzublättern. Keine konnte meine Aufmerksamkeit lange halten. Autos... interessieren mich sowieso eher weniger. Schöne Oldtimer... schon eher, aber auch nein. Kurzer Blick auf meine Uhr; immer noch zehn Minuten. Mehrere Frauenmagazine... warum erwähne ich sie überhaupt? Kurzer Blick zur Tür; immer noch keine Spur von dir. Ein Männermagazin mit schön gemachten Models in Bikinis (und noch mehr Autos). Aber auch das hat mich nicht wirklich gefesselt. Ich habe darin tatsächlich einen kurzen Bericht über eine Weltumsegelung gelesen, aber dann fiel mir sofort wieder ein warum ich hier sitze und ein Kribbeln fuhr plötzlich in meinen Bauch. Noch ein Blick auf die Uhr und dann sehe ich dich durch die Glastür. Die Formalitäten und meine eigenen Vorbereitungen für das Zimmer habe ich schon erledigt. Nur du selbst hast noch gefehlt zu einem hoffentlich bezaubernden Abend. Und das sollte er werden, immerhin ist es dein Geburtstag und wir können beide die kleine Auszeit vom in letzter Zeit doch komplizierten Alltag gut gebrauchen. Selbst wenn ich es wollte, könnte ich mein Lächeln nicht verstecken als ich aufstehe und habe das Tischchen mit den Magazinen schon vergessen bevor ich es ganz umrundet habe. Ich komme schnurstracks auf ...
... dich zu und kollidiere fast mit einem pickligen Pagen, der aus dem Nichts aufgetaucht sein muss. Du unterdrückst ein Lachen und mein Herz macht einen Sprung. Du siehst bezaubernd aus. Dein schicker Mantel und deine schlanken Beine sind klasse, aber ich kann den Blick nicht von deinem Gesicht abwenden. Du schaffst es gleichermaßen offen, freundlich, nervös und ein bisschen schüchtern auszusehen. Ich finde das irgendwie niedlich, aber deine Augen, dein verschmitztes Lächeln und die aufgeregte Röte auf deinen Wangen und Ohren versprechen gleichzeitig noch mehr... Ich umarme dich als ich dich endlich erreiche und lege mein Kinn auf deinen Kopf. Ich mochte schon immer, dass du genau diesen einen Kopf kleiner bist. Ich kann dein dezentes Parfüm riechen und für einen Moment stehen wir einfach so da, bis sich mein Puls wieder in ungefährliche Bereiche gesenkt hat. Dann blickst du zu mir auf und ich kann wieder diesen Glanz in deinen Augen sehen. Wortlos nehme ich dich an der Hand und gemeinsam gehen wir in Richtung Aufzug. Vor Aufregung habe ich ganz kalte Hände, aber du drückst sie beruhigend mit einem Lächeln, als wir in den Fahrstuhl steigen. Das warme Licht hier gibt deinen Haaren einen goldenen Glanz und ich kann nicht umhin, im großen Spiegel hinter dir deine Rückseite zu betrachten. Wegen des Mantels kann ich zwar eigentlich nichts Spannendes erkennen, aber der Gedanke an das, was darunter verborgen ist, würde engere Hosen unbequem machen. Ich stelle mich neben dich ...