1. Das Gewonnene Fotoshooting Teil 01


    Datum: 16.05.2023, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: byDerBaer2

    ... Bilder von mir bekommen. Bilder von einem Profi den ich nie hätte bezahle können. Bilder auf die ich stolz sein könnte und die ich womöglich niemandem so ganz zeigen könnte. Na ja, womöglich einige davon. Wäre doch sonst wirklich zu schade.
    
    Diesen Körper hatte ich so geformt. Ich hatte die Macht über mich. Viele Menschen hielten mich für ein Mäuschen. Still, klein schlank, leise, aber ich konnte alles. Ich könnte mich formen und so aussehen wie ich wollte.
    
    Ich hatte natürlich die Haare machen lassen -- brünett, ganz glatt, schulterlang und die Fingernägel perfekt Dunkelrot lackieren lassen. Die Fußnägel natürlich passend dazu. Alles war sauber rasiert, auch wenn es darum nicht ging und das niemand sehen würde. Ich wusste es und das war mir wichtig.
    
    Ich kam an der Adresse an. Eine Lagerhalle an in einem Industriegebiet, die ein echtes Profistudio war. An einer Wand alte Tapete, an einer anderen Wand ein weinrotes, sehr klassisches Ledersofa, eine Ecke mit weißen Fliesen, eine Steinmauer, aufgerollte Fotohintergründe... Scheinwerfer, Blitze mit Softboxen.... Dazu ein super netter Fotograf.
    
    Ich dachte wir würden ganz langsam anfangen. Aber das Gegenteil war der Fall. Macht ja auch Sinn. Es ging wieder um die Abdrücke. Wir mussten also oben ohne beginnen. Die Dessous würden ja Abdrücke verursachen und genau die wollten wir ja nicht, daher sollte ich ja ohne BH kommen. Er hatte aber ein Zaubermittel dabei. Prosecco :) Nach einer Flasche machte das noch mehr Sinn in ...
    ... meinem Kopf. Also zog ich mich aus. Ich war so stolz und dennoch war es mir so peinlich. Ich wollte sterben und es jedem Zeigen. Verwirrende Gedanken rotierten in meinem Kopf. In mir tobte der Widerspruch. Ich war absolut nicht locker. Ich fürchtete wie eine Domina zu wirken, denn richtig lächeln konnte ich nicht. Nicht jetzt, nicht in dieser Situation.
    
    Aber ich tats es. Er machte Bilder. Oben ohne, mit einer offenen Lederjacke, liegend, Stehend. Er berührte mich nie. Sagte mir nur wie ich mich bewegen möge und wie super ich wirken würde, wie sexy. Dann machten wir weiter. Mit schwarzem Spitzen-BH, mit Spitzenhemdchen, weißer Bluse... Eben immer angezogener und ich wurde lockerer. Eine komische Reihenfolge.
    
    Ich war stolz. Der Fotograf hatte nur lobende Worte. War immer professionell und nie schmuddelig.
    
    Durch das viele Umziehen hat das alles Stunden gedauert. Ich fuhr zufrieden heim. Ja, ich hätte womöglich nicht mehr fahren sollen, aber die Mischung aus Zufriedenheit und Adrenalin ließ mich konzentriert fahren. Es waren ja auch nur 15 Minuten.
    
    Nach einer Woche schicke er mir eine E-Mail mit einem Link und einem Passwort. Ich konnte mir meine Bilder ansehen. Kontaktabzüge nennt man das wohl. Kleine Versionen, noch unbearbeitet.
    
    Alles war wie erwartet, aber da war mehr. Er lobte mich überschwänglich und fragte mich ob ich nicht in die Kartei aufgenommen werden wollte. Ich sei ein extrem spezieller Typ. Das würde nicht jedem gefallen. Nicht blond, keine großen ...