1. Un regard en arrière - Zurückblicken Kap. 03


    Datum: 07.06.2023, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: bydarkman43

    ... und war bereit, die neue Herausforderung anzugehen. Allerdings erbat sie sich die Hilfe von Dr. Baum. Der lachte „Na dann willkommen an Bord Frau Oberärztin. Ich würde vorschlagen, das wir den Kommandostab nach der Renovierung übergeben. Dann ist auch ihr neues Arbeitszimmer fertig, denn diesen Raum würde ich gern behalten da diese Station weiterhin mein Hauptquartier darstellt. Wir werden uns auch schon in den nächsten Tagen ein paar Mal zusammen setzen. Am Dienstag, dem letzten Arbeitstag vor dem Umbau, planen wir eine große Dienstbesprechung mit dem kompletten Team. Am Montag jedoch gehen Sie auf Reisen. Dr. Sorokin würde sie gern noch persönlich kennenlernen. Ihr Flieger nach Sylt geht um 9 Uhr."
    
    Genervt verkündete Andrä das er die Stelle auf Helgoland annehmen würde. Das tägliche Arbeitspensum wurde nun auch in Angriff genommen. Als Julia immer noch mit weichen Knien aus dem Chefarztzimmer kam, erwartete sie ein dicker Applaus und ein großer Blumenstrauß von den Schwestern.
    
    Julia war ein wenig überfahren, als Eva ihr den Strauß in die Arme drückte. „Julia, im Namen der ganzen Notaufnahmebelegschaft unsere Gratulation zur Beförderung. Wir freuen uns wirklich alle, mit Dir hier den Laden zu rocken." sie kicherte ein wenig und fuhr etwas leiser fort, „Vielleicht liegt es auch an der Tatsache, das der kleine Grabscher hier endlich verschwindet." Sie deutete auf den Eingang, wo man durch die Glastür Dr. Andrä draußen hektisch gestikulierend telefonieren sah. Ella sagte ...
    ... leise: „Dann wird ihm wohl auch sein Bruder nicht mehr helfen können. Immerhin ist der ja der Schwager von Sorokin." Jetzt wurde Julia auch klar, warum ständig der Name des Bruders fiel, wenn es um Andrä ging.
    
    Der schien sein Gespräch, beendet zu haben und trat wieder in das Foyer ein. Irgendjemand hatte wohl gerade die Lautsprecheranlage aktiviert. Es erklang der alte Schlager „Kleine Möwe flieg nach Helgoland". Wütend traf der Blick des Russen die versammelte Belegschaft und er stürmte ins Ärztezimmer. Hier flog die Tür laut krachend hinter ihm ins Schloss.
    
    Der Rest des Tages verlief unspektakulär. Am Abend wurde es ruhiger und Julia kam mit Eva ins Gespräch. „Sag mal Chefin, wenn wir Dienstag am Abend hier dichtmachen, wäre das nicht die passende Gelegenheit für Deinen Einstand?". Julia überlegte kurz. Auch ihr war schon die Überlegung gekommen, das sie etwas ausgeben müsste. Sie erkundigte sich, was denn da so üblich wäre. Gleich schaltete sich Ella in das Gespräch ein. „Das passt doch hervorragend. Ich schlage vor, wir gehen alle drüben bei Karo essen. Keine Sorge Kleines, das Essen zahlt unser Laden hier. Wir haben noch ein Essen beim Chef von Weihnachten gut. Wir hatten es geplant, aber wegen vielen Krankheitsausfällen und starkem Andrang hier, hatten wir es auf unbestimmte Zeit verschoben. Du zahlst dann nur für jeden einen Kurzen zum Anstoßen. Schön ist das wegen des Umbaus hier dann auch alle mitkönnten.". Für Julia war das jetzt eine überschaubare Größe und ...
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