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Doppelt hält besser
Datum: 23.08.2023, Kategorien: Partnertausch, Autor: SuzieQ
... Ort, eher sogar ein Dorf. Wir mieteten uns ein im "Grand Hotel". Dieses Grand Hotel hatte gerade mal sechsundzwanzig Zimmer. Für den Ort war das aber "grand". Es lag direkt am Strand, man musste nur über die kleine Zufahrtsstraße gehen. Das Wetter war herrlich, der Stand war herrlich und die Wellen des Atlantiks sorgten für Urlaubsstimmung. Es waren vermutlich auch Einheimische am Strand, denn es waren mehr Leute dort als aus dem Grand Hotel. Die einen liefen mit, die anderen ohne Badebekleidung umher. In Frankreich unterscheidet man nicht so strikt wie in Deutschland nach FKK und Kleiderstrand. Vor dem Abendessen sahen wir uns noch ein wenig in dem kleinen Ort um. Es gab dort eine sehr hübsche, nicht allzu große Siedlung von Ferienhäusern. Jetzt war auch klar, woher die vielen anderen Badegäste am Strand kamen. Das Essen im Grand Hotel war sehr gut, wir waren ganz überrascht. Den Abend verbrachten wir auf der Terrasse mit Blick aufs Meer. Gut gelaunt standen wir am nächsten Morgen auf. Das Frühstück war typisch französisch mit Baguette und Croissants. Und entsprechend gut gelaunt gingen wir dann auch an den Strand. Holger und ich sind am Strand immer nur nackt. Das ganze Jahr über läuft man eingezwängt in Kleidung umher, hier konnte man mal frei durchatmen. Holger schielte natürlich auch immer nach anderen Frauen. Sollte er doch, ich würde die Ernte pflücken. Nicht unweit von uns ließ sich ein anderes Paar nieder. Sie mochten so Anfang bis Mitte Vierzig sein. Ich ...
... war gerade mal Ende Zwanzig und Holger war Anfang Dreißig. Die beiden sahen häufiger zu uns herüber. Schließlich stand der Mann auf und kam zu uns herüber. "Sind Sie gerade neu angekommen", fragte er auf Französisch. Holger spricht auch Französisch ganz gut, aber auch ich konnte ihn verstehen. "Ja gestern", erwiderte Holger ebenfalls auf Französisch. "Sie sind ein sehr hübsches Paar", schmeichelte der Franzose uns, "dürfen wir sie heute Abend zum Essen einladen? Wir haben ein kleines Ferienhaus hier." "C'est très gentil, bien sur et merci", antwortete Holger. Dankend hatte er die Einladung angenommen. Holger und ich genossen das Strandleben. Wir badeten, und wir alberten herum. Das französische Ehepaar hatte sich nach circa zwei Stunden winkend verabschiedet. "Bis heute Abend", hatte der Mann noch gerufen, was auch ich ins Deutsche übersetzen konnte. Ein wenig neugierig waren wir schon, was uns erwarten würde. Die Franzosen sind eben lockerer in ihrer Lebenseinstellung. Bei uns heißt es: Und was kann der deutsche Mann? Den Müll trennen! Es ist traurig aber wahr, in Deutschland wird alles nur noch verkniffen und verbissen gesehen. Holger und ich hübschten uns auf wenn auch in legerer Freizeitkleidung. Wir wollten ja einen guten Eindruck machen bei dem französischen Paar. Sie war mit ihren Anfang Vierzig immer noch eine sehenswerte Frau, wie wir am Strand sehen konnten, und auch er hatte sich fit gehalten. Ich hoffte, daß auch Holger das so schaffen würde, wenn er in das ...