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Römische Fesseln 02
Datum: 21.03.2024, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: byfarue
... halten. „Ich will wissen, was auf der Bühne passiert ist! Ich dachte, wir würden uns diese nur ansehen!" Der Patrone warf seiner Sklavin einen überraschten Blick zu, doch beeilte sich mir zu antworten. „Mein Herr nahm an, du wolltest den Block selbst erleben. Und das Einzige, das darauf stattfindet, neben einer echten Versteigerung, ist die Vorbereitung dafür. Ich hatte dies ebenfalls angenommen, da du so bereitwillig mitgemacht hattest. Haben wir uns etwa geirrt?" Ein langgezogenes Stöhnen entwich meinen zusammen gepressten Zähnen. Sowas konnte man niemanden erzählen. Das war, mit Abstand, das beste Abenteuer meines Lebens und wie bin ich da rein geraten? Wegen eines dummen Irrtums! Das würden mir die anderen beiden niemals glauben. Apropos die beiden: meine Freundinnen hatte ich völlig vergessen. Beide sollten noch draußen bei der Bühne stehen. Ich hoffe bloß, dass sie niemand mitgenommen hatte. Lol. Eilig beschwichtigte ich die besorgten Blicke und strich ich meine nassen Haare zurecht. Die würden draußen schon von allein trocknen. „Ist schon gut. Das kann mal passieren. Ich muss jetzt aber schnell zu meinen Freundinnen!" Ich war schon auf dem Weg zu meinem Rucksack, da hallte es hinter mir auf: „Sklavin!" Schon krass, wie schnell ich mich an Befehle gewöhnt hatte. Ich blieb ohne zu zögern stehen und drehte mich wieder um. Die Sklavin kniete bereits wieder neben dem Patrone, sah mir jedoch fest in die Augen, während ihre Hand auf den Hals ...
... zeigte. Wieder machte ich meiner Haarfarbe alle Ehre und brauchte ein paar lange Sekunden, bevor ich es begriff: Meinen eigenen Hals zierte immer noch der Halsreif. Damit sollte ich wohl nicht auf dem Markt rumlaufen. Eilig ging ich vor dem Patrone auf die Knie, damit er leichter an das Schloss kam. Während das schwere Eisen von meinem Hals glitt, flüsterte mir die Sklavin etwas zu: „Du solltest deine Sachen im Rucksack lassen. Die Giorni di libertà haben angefangen. Jeder Frau mit zuviel Kleidung wird diese vom Körper gerissen. Und manchmal werden ihnen sogar die Arme gebunden irgendwo angebunden. Seit ein paar Jahren wird es immer schlimmer. Selbst ein Badeanzug kann dafür schon ausreichen." Dankbar nickte ich ihr zu. Ohne Klamotten durch die Stadt? War für mich ein Kinderspiel. Susi wird wahrscheinlich voll abkotzen. Die ist ja sowas von prüde. Naja, ich muss ihr ja keine Wahl lassen. Lol. Eilig schwang ich mir den Rucksack über den Rücken und flitzte dem Patrone hinterher. Mit einem grimmigen Blick verfolgte der Guide durch die Fenster wie seine 'Kundinnen' den Markt verließen. Eigentlich sollte er es sein, der sie an der Kette führte. Direkt hinein in den Keller und dann weiter. Bereits heute Abend wären alle drei außer Landes und morgen früh in einer der eher verrufenen Sklavenschulen. Er hätte mit ihnen ein Vermögen gemacht. (¯―¯٥) Doch aus irgendeinem Grund trieben sich heute die Carabinieri auf dem Markt herum. Selbst die Sizilianer hatten da ihre 'heikle' ...