1. Naori


    Datum: 01.04.2024, Kategorien: Sonstige, Autor: TellMeAboutIt

    ... wunderschön aus und so unberührt, als hätte sie noch nie zuvor ein Lebewesen betreten. Immer wieder halte ich inne und genieße den Ausblick, halte die Momente mit meiner Kamera fest.
    
    Es muss schon kurz vor Einbruch der Dunkelheit sein, denn die Sonne steht bereits sehr tief und ich bin fast wieder zurück an der TARDIS, als ich in der Ferne ein Geräusch wahrnehme. Ich höre genauer hin und erkenne, dass es sich um Hufgetrampel handelt. Als ich mich umdrehe, sehe ich zwei in der Dämmerung hell leuchtende Punkte, die auf mich zukommen. Mein Puls steigt an und ich bin mir unsicher, wie ich mich verhalten soll. Ich stehe alleine auf weiter Flur und die Gestalten sich wirklich sehr schnell nähern. In die TARDIS zu fliehen, ist daher keine Option. Ich bleibe also ruhig stehen und bete, dass die Aufzeichnungen des Doctors über das harmOrische Leben hier vor Ort korrekt sind. Schon bald sind die beiden Gestalten bei mir angekommen. Wie sich herausstellt, handelt es sich um zwei Reiter mit Fackeln in der Hand. Die Tiere, auf denen sie reiten, sind in etwa mit Pferden vergleichbar. Allerdings sind sie etwas stämmiger, haben kürzere Beine und eine Musterung im Fell, die eher einer Giraffe ähnelt.
    
    Die beiden Reiter halten an, steigen ab und kommen auf mich zu. Kurz rutscht mir das Herz in die Hose. Ich hoffe wirklich, dass diese erste Konfrontation glimpflich ausgeht. Doch die beiden Männer lächeln mich freundlich an und neigen ihre Köpfe etwas nach unten. Instinktiv tue ich Ihnen ...
    ... gleich. "Hallo Fremder. Mein Name ist Sven und das ist Lars." Wunderbar, die Übersetzungsfunktion der TARDIS scheint intakt! "Hallo Fremde. Ich freue mich, euch zu begegnen", erwidere ich. "Mein Name ist Tom." "Die Freude ist ganz unsererseits, Tom. Wir sind stets erfreut über Besuch von entfernten Orten. Gastfreundschaft ist eine ehrbare Tugend für uns Naori. Komm doch mit uns, du bist herzlich eingeladen, unserem Klan beim Abendmahl beizuwohnen."
    
    Ich bin gleichzeitig erleichtert und auch etwas misstrauisch aufgrund dieser fast schon überfreundlichen Begegnung. Den beiden scheint es aber sehr wichtig, dass ich ihrer Gastfreundschaft nachkomme. Und da ich denke, dass ich sie lieber nicht enttäuschen sollte, willige ich höflich ein. Sie scheinen sich zu freuen, einer der beiden weist mich an, hinter ihm auf dem Rücken des Tiers Platz zu nehmen und zu dritt reiten wir in Richtung eines Waldes.
    
    Bäume mit sehr hohen, kahlen Stämmen und extrem breiten Kronen ragen vor uns empor. Sie sehen etwas aus wie Affenbrotbäume, nur sind sie wesentlich höher und haben eine fülligere Krone. Etwas tiefer im Wald sehe ich, wie sich Wendeltreppen die Baumstämme entlang hochschlängeln. In den Wipfeln lassen sich riesige Einbauten erkennen, die wohl die Behausungen der Naori sind. Sie haben eine runde Form, die nach oben hin trichterförmig zuläuft und sind untereinander mit tunnelartigen Querstreben verbunden. Von unten lässt sich die Größe schwer einschätzen, aber die Gebilde wirken allemal ...
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