1. Anja und Daniel Teil 04


    Datum: 12.07.2020, Kategorien: BDSM Autor: byGrussilda

    „Essen ist fertig!" rief es vom Saloon her. „Kommt mal her und helft beim Auftragen. Wir essen draußen bei dem schönen Wetter."
    
    Daniel ging zu Anja: „Na dann will ich dich mal losbinden, nur um dich gleich wieder zu fesseln, Schwesterchen."
    
    Sie blickte ihn lächelnd an ohne ein Wort zu sagen.
    
    Kaum war sie vom Marterpfahl los, musste sie die Hände hinterm Rücken kreuzen und sich erneut mit einem Strick binden lassen. Daniel legte mehrere Seilschlaufen um Anjas Handgelenke und führte den Strick auch zweimal zwischen ihren Händen hindurch, damit sie nicht aus der Fesselung herausschlüpfen konnte. Er achtete sehr genau darauf, dass der Strick fest genug saß. Auf der anderen Seite zog er das Seil nicht so stramm, dass es ihr das Blut abgestellt hätte. Schließlich sollte sie eine lange Zeit auf diese Art und Weise gefesselt verbringen.
    
    Anja stand still da und ließ es über sich ergehen. Sie hatte Herzklopfen wie lange nicht mehr.
    
    Den ganzen Tag, dachte sie. Bis heute Abend werde ich mit auf den Rücken gefesselten Händen gehen. Nur wenn sie mich nachher an den Koppelzaun binden, wird Daniel mich kurz losmachen. Danach wird er mich sofort wieder fesseln. Das ist so irre! Ich kann es nicht glauben. Lieber Brutus, ich danke dir von ganzem Herzen. Wenn du mich nicht in die Wasserwanne geschubst hättest, hätte ich nie im Leben all diese herrlichen Fesselungen erleben dürfen.
    
    Anja war glücklich. Gleich zwei ihrer größten Träume waren in Erfüllung gegangen. Endlich wurde sie mit Stricken und Seilen gefesselt und Daniel und sie waren zusammengekommen. Wie lange hatte sie sich danach gesehnt, dass dies geschehen möge. Seit Ewigkeiten hatte sie sich nach ihrem Bruder verzehrt.
    
    Nachdem Anja die Hände auf den Rücken gebunden worden waren, gingen alle zum Saloon. Ein paar Leute trugen das Futter auf. Es gab texanischen Feuertopf mit Brot.
    
    „Geil scharf", meinte Anton lachend. „Das gibt einen großartigen Durst. So soll das sein." Er betrachtete Anja. „Hübsch siehst du aus, du gefesseltes Indianermädchen."
    
    Auch andere Leute warfen Anja immer wieder Blicke zu. Sie fühlte sich großartig. Sie hatte ihre Schüchternheit überwunden und dafür gesorgt, Bekanntschaft mit Stricken und Seilen machen zu dürfen.
    
    Während des Essens saß sie zwischen Andrea und ihrem Bruder Daniel. Die beiden fütterten sie abwechselnd und gaben ihr zu trinken. Es gab viel Gelächter unter den Zuschauern. Noch nie war ein Mittagessen so lustig gewesen.
    
    Kaum war die Mahlzeit beendet, musste Anja wieder an den Koppelzaun. Alle standen sie Spalier als Andrea und Daniel sie an den Armen fassten und zur Pferdekoppel führten. Anja ließ sich willig führen. Sie spürte das weiche Gras unter ihren nackten Fußsohlen und wie ein laues Lüftchen unter ihr Kleid wehte.
    
    Vorm Koppelzaun blieben sie stehen.
    
    Gleich werde ich gekreuzigt, dachte Anja. Sie werden es tun. Wieder! Gott ist das schön!
    
    Daniel knotete ihre Handfesseln auf und Andrea zog ihr das Kleid aus. Nackt stand Anja ...
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