1. Eigentlich wollte ich nur Zigarette


    Datum: 16.09.2020, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: byjannis

    ... Tisch.
    
    "Wir haben ein kleines Geschenk für dich vorbereitet."
    
    Ilona sah mich erheitert an, als sie dies sagte. Sie hob den Deckel der Schatulle an und entnahm ihr einen Hornschaber, mit den Sie aus dem Glas Gel in das Metallgefäß umfüllte. Das dunkle Violett ließ mich erkennen, dass es sich um mein Gel handelte. Das gefüllte Gefäß verschloss sie wieder, entnahm der Schatulle ein feines ledernes Band und befestigte es an zwei Ösen, die unterhalb des Deckels angebracht waren.
    
    Sie erhob sich, kam auf mich zu und legte mir das Band um den Hals.
    
    "Du wirst dieses Gel nur zusammen mit uns anwenden?", sprach sie in einem Tonfall, der Befehl und Frage in sich barg. Ich sah sie an und schlug bejahend die Augen kurz nach unten.
    
    "Ich bedanke mich bei euch allen", versuchte ich in einem formellen Tonfall, zu sagen, drehte dabei am unteren Teil des Gefäßes um es zu öffnen.
    
    Ich hielt es unter meine Nase, um den Geruch wahrzunehmen. Es war eigenartig. Der Duft, der meinen Geruchssinn erreichte war mir sehr vertraut, hatte jedoch einen würzigen Unterton, den ich nicht identifizieren konnte. Als ob Susi meine Gedanken lesen konnte, hob sie an:
    
    "Der Teil des Geruchs, der dir fremd vorkommt, ist ein Stück deiner selbst, den wir normalerweise nicht mit den bewussten Sinnen wahrnehmen können. Er wird durch die Zugabe eines Auszugs aus dem Wurzelholz der Linde quasi riechbar gemacht."
    
    Meine Reaktion abwartend, sah sie mich an.
    
    "Ist das bei jedem Menschen ...
    ... verschieden?"
    
    "Ja, so wie sich der Farbton des Gels bei jedem verschieden entwickelt, so entsteht dieser fremd wirkende Teil des Geruchs ganz individuell. Der Extrakt, den wir aus der Wurzel herstellen ist selbst farblos und hat keinen eigenen Geruch. Erst die Beimischung des entsprechenden Körpersekrets bewirkt die Farben und Geruchsbildung. Die Rezeptur kannst du in dem Buch, das wir dir gestern gezeigt haben, studieren."
    
    Charlotte entnahm der geheimnisvollen Schatulle noch ein weiteres Stück und kam, es zwischen den Händen haltend auf mich zu.
    
    "Erheb' dich", hauchte sie, während sie mir liebevoll in die Augen sah. Ich versuchte mich langsam und ohne den Blickkontakt zu verlieren, zu erheben. Sie teilte ihre Hände umschlang meinen Bauch, und zog mit beiden Händen die selbe feine Kette mit dem kupfernen Amulett um meine Taille, wie sie selbst eine trugen.
    
    Daraufhin ging sie in die Tiefe und küsste die Kupferscheibe. Als sie sich wieder erhob, gab sie mir einen innigen Kuss.
    
    "Das ist das äußere Zeichen, das dich als einer von uns ausweist. Ich freue mich ganz besonders, dass ich diejenige bin, die es dir überreichen darf."
    
    Susi betätigte einen Schalter an der Wand, daraufhin gingen hinter den schwere Samtvorhängen die Jalousien langsam automatisch nach oben. Licht drang in den Raum ein und alles, was zuvor mystisch und geheimnisvoll erschienen war, erhielt im hellen Sonnenschein einen eher nüchternen Ausdruck.
    
    "Wir wollen jetzt aufräumen und dabei beraten, was der heutige ...
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