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Die Skaterin Teil 04
Datum: 23.01.2021, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: byKrystanX
... während er seinen geheimen Fantasien folgen konnte. Der Mann von Anfang Fünfzig stieg in seinen BMW. Ein schnittiges Auto aus seiner Heimatstadt. Ein stolzes Statussymbol für einen Mann, der alles geschafft hatte. Er fuhr stadtauswärts. Der Verkehr auf der Bundesstraße war um diese Uhrzeit nicht besonders dicht. Sein schwerer Wagen lag gut auf der Straße und ließ ihn zügig vorankommen. Das schlechte Herbstwetter machte ihm dabei wenig aus. Er genoss es sogar. Die Elektronik des Autos steuerte den Wagen zügig und sicher um die Kurven. Rasch verließ er das bebaute Gebiet. Nur noch vereinzelt waren Abzweigungen zu sehen, die in kleine Ortschaften führten. Im Sommer wurde die Strecke oft von Touristen genutzt, die dem Stadtleben entfliehen wollten. Um diese Jahreszeit jedoch hatte er die Straße für sich alleine. Zumindest fast. Im Rückspiegel sah er das Licht eines weiteren Wagen, der wohl den gleichen Weg fuhr. Friedrich fragte sich, ob der Fahrer dasselbe Ziel wie er hatte? Unwahrscheinlich. Hermans Haus war in gut betuchten Kreisen ein Geheimtipp für all jene, die den besonderen Spaß suchten. Er selbst nutzte diesen Ort nun häufiger. Die Vorfälle der letzten Monate zwangen ihn dazu. Hermans Haus war nicht schlecht. Die Mädchen waren jung, wenn auch für seinen Geschmack zu willig. Dass es sich bei den meisten Dingern um Osteuropäerinnen handelte, die kaum Deutsch sprachen, störte den Staatssekretär am meisten. Kilometer um Kilometer legte das Auto zurück. Wie ...
... Geister einer vergangenen Zeit erschienen die mächtigen Alleebäume kurz im Lichtkegel seines Autos, nur um dann wieder in der Dunkelheit zu verschwinden. Die Monotonie der regennassen Straße ließ ihn in Erinnerungen schwelgen. Er dachte an das Mädchen, Silvia, wie er später erfuhr. Er dachte an die Augen des Mädchens, die ihn leblos anstarrten, während er auf ihr lag. Schmerz und Erlösung lagen in den Augen des Engels, während seine Hände immer noch um ihre Kehle geschlungen waren. Der Gedanke daran ließ sein Glied vor Erregung schmerzen. Es war ein einmaliges Erlebnis, aber ein Erlebnis, welches er wiederholen wollte. Die Beweise und Zeugen für seine Tat lagen längst unter der Erde oder waren sonst irgendwie vernichtet worden. Plötzlich, wie aus dem Nichts tauchte ein greller Scheinwerfer in seinem Rückspiegel auf, als ein anderer Wagen an ihm vorbei zog. In Gedanken versunken hatte er ihn bis jetzt nicht weiter beachtet. "Was für ein Idiot", fluchte Friedrich Reich laut. Es war gefährlich, bei regennasser Straße zu überholen. Reich blickte kurz auf seinen Tacho. Er fuhr 100 und war damit selbst etwas schneller, als die erlaubten 80, aber dieser Idiot war noch schneller. Bevor sich der Staatssekretär jedoch weiter über den anderen Fahrer aufregen konnte, schnitt dieser unmittelbar vor ihm seine Fahrbahn. In einem Scheckmoment verriss er das Steuer und kam von der blockierten Straße ab. Seine Scheinwerfer erfassten einen Baum und dann krachte es schon. All das passierte binnen ...