-
Der Bademeister 1v9
Datum: 04.02.2021, Kategorien: Betagt, Autor: bynachtaktiv
... hast du", sagte Felix, dem die Stille langsam unheimlich wurde. "Dein Schwanz ist aber auch nicht zu verachten", entgegnete Sky und Felix verschluckte sich prompt an seinem Kaffee. "Erzähl mir von deiner Wohnung", fragte sie ihn, nachdem er sich wieder beruhigt hatte. Felix schaute auf die neben ihm Sitzende. Was war das denn jetzt schon wieder? "Was soll ich dazu sagen", fing er vorsichtig an. "Wir hatten uns damals gerade eine Eigentumswohnung gekauft. 75 Quadratmeter am Stadtrand. Ruhig, wenn man von der Autobahn absieht, aber die hört man nach einer Weile eh nicht mehr." "Hört sich schön an." Und nach einer Weile: "Kannst du eigentlich kochen?" Felix lachte. "Da hast du aber jetzt meinen wunden Punkt getroffen. Eine Küche habe ich schon, sogar ziemlich gut eingerichtet. Aber für mehr als Dosen aufmachen oder was in die Mikrowelle stellen reicht es leider nicht." Sky grinste und spielte weiter mit ihren Zehen. "Und du? Wo wohnst du eigentlich?", fragte Felix und schaute Sky neugierig an. "Warum willst du das wissen?", fragte Sky und legte die Stirn in Falten. "Willst du etwa am Abend über meinen Balkon klettern und mich dann vergewaltigen?" Kopfschüttelnd stand sie auf und ging zur Treppe. Ein Guß eiskaltes Wasser hätte keine andere Wirkung auf Felix haben können. "Aber ich wollte doch nur ... ", sagte er sich umdrehend, aber da war Sky auch schon weg. Er sah sie dann unten am Beckenrand entlang schlendernd und ihm lächelnd ...
... zuwinken. Langsam fliegt mir da doch die Kappe weg, dachte Felix angefressen und hieb sich mit der Faust auf den Oberschenkel. Den blauen Fleck würde er noch tagelang sehen können. Felix verließ seinen Ausguck erst, als niemand mehr im Wasser war und er sicher sein konnte, daß die Umkleidekabinen leer waren. Seinen Kontrollgang hatte er schnell abgeschlossen und als er in den Aufenthaltsraum kam, schulterte Sky gerade ihren Rucksack. Sie baute sich vor ihm auf, stellte sich auf die Zehenspitzen und drückte ihm einen Kuß auf die Wange. In der Tür stehend sagte sie: "Ich wünsche dir einen schönen Abend und ein schönes Wochenende ... und tue nichts, was ich nicht auch tun würde ... Silberlöckchen ...!" Sprach's und war weg. Felix schaute ihr hinterher, sein Kinn klappte nach unten und für einige Minuten stand er wie paralysiert da. Mit leicht zitternden Händen steckte er eine Zigarette in Brand und trank den letzten, inzwischen eiskalten Kaffee aus seinem Becher. Als er das Türchen zu seinem Fach öffnete um den Becher zurückzustellen, stach ihm sofort ein großes, braunes Briefkuvert in die Augen. Es war einer dieser wattierten Umschläge und mit schwarzem Filzstift hatte jemand - Felix - draufgemalt. Er nahm den Umschlag, setzte sich wieder hin, zog noch einmal an seiner Zigarette, dann riß er die Lasche auf und sah hinein. Was er da mit spitzen Fingern zutage förderte, war einwandfrei ein Damenhöschen. Schneeweiß mit kleinen zarten Röschen in Pastell. Wie er schnell ...