1. Mein zweites Mal mit Andrew Teil 2


    Datum: 17.06.2018, Kategorien: Humor Autor: A-Beatrye

    ... Vorherschaft. Und es fehlte auch etwas, was ich schon in vielen Gesichtern anderer Männer gesehen hatte, die Begierde. Er könnte sich einfach zu mir herüberwälzen und über mich herfallen. Als einzigen Schutz vor ihm hatte ich eine Tasse heissen Kaffees in der Hand. Aber er blieb auf seiner Seite. Wie aus Reflex hob ich ein Knie an und es durchstach die Wasseroberfläche. Es war das, was mich mir vor 5 Wochen aufgeschnitten hatte, als ich an einer glatten wand abrutschte. Die Narbe leuchtete immer noch hell rosa auf meiner braunen Haut.
    
    „Oh“, sagte er und strich mit seinem Finger diese entlang. „Abgerutscht?“
    
    „Ja.“ ich konnte die Antwort nur hauchen. Ich wusste, das er wusste, dass ich die Narbe vom klettern hatte,ich hatte es ihm erzählt und auch schon ein Foto davon geschossen. Anschließend haben wir uns per Foto all unsere Narben gezeigt. Er hatte natürlich ein paar mehr. So hatte ich auch die 3 Löcher in seiner linken Arschbacke gesehen, wo ihn die Mistgabel vom Bauern getroffen hat, weil er und ein Freund unbedingt in seinem Heuschober übernachten mussten.
    
    Aber er hatte mich berührt. Seine Haut war an meiner Haut. Ganz Zärtlich war es gewesen, aber es hat sich angefühlt, als hätte er mir mir einem Messer die Haut aufgeschnitten und wäre bis zu meinen Knochen vorgedrungen. Dort waren seine Finger dann hinauf geglitten und hatten mitten in mein Becken gegriffen und dort eine Explosion ausgelöst. Oh Scheisse, dachte ich. Wir kommen nie wieder aus dieser Wanne. ...
    ... Irgendwann wird einer nach uns sehen und zwei verschrumpelte stinkenden Leichen sehen, die verkrampft versuchen, sich nackt in einer Badewanne von einander fern zu halten.
    
    „Kriegsnarben zum Angeben“, sagte er und sein Finger verschwand wieder. Ich wollte ihn wieder haben, wieder den Finger an mir spüren.
    
    „Ich habe eine neue“, log ich. „Hab sie mir beim wechseln eines Reifen am Auto zugezogen, willst du sie sehen?“
    
    Ich beugte mich nach vorne zu ihm und hielt ihm mein Handgelenk hin. Die Narbe dort stammte auch vom klettern. Ich hatte sie nur noch niemanden gezeigt, weil sie verdächtig nach Selbstmordversuch aussah. Sie hatte mich damals auch beinahe umgebracht, Glücklicher weise war ich mit einer ganzen Gruppe Kletterer in Duisburg gewesen. Er nahm meinen Arm und holte mich damit näher zu sich. Ich folgte ihm, als würde ich nur darauf warten, dass mich die Bewegung ganz zu ihm ziehen würde.
    
    „Das ist keine normale Narbe“, stellte er ernst fest. „und sie ist nicht neu. Und sie hätte dich umbringen können.“
    
    Seine Stimme war nun voller Sorge. Sein Blick auf mir brach mir fast das Herz. Ich sah Zweifel, um meinetwillen. Nein, das durfte ich nicht zulassen, ich war so nah dran. Ich griff nach seiner Hand und zog mich mit einem Rutsch auf ihn drauf und lag jetzt mit meinem Rücken an seiner Seite, mein Kopf neben seinem Kopf.
    
    Pflichtwörter: Ungeziefer, Kaffee, Mistgabel und Reifen
    
    So das ist das vorletzte Kapitel, ich werde das letzte nicht alleine schreiben. Das habe ...