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London Calling 07
Datum: 18.04.2021, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: byplusquamperfekt
... ein paar Tipps und Tricks zu geben. Mein Kontakt mit Stefanie beschränkte sich aber nicht nur auf Partys. Gleich am ersten Montag, an dem wir uns kennenlernten, erzählte ich ihr, dass ich mich nach Feierabend beeilen musste, weil ich quer durch die Stadt zum Yoga wollte und nicht zu spät kommen konnte, weil ich zu der Zeit die Gruppe in Vertretung für Hari leitete. Sie meinte, sie wäre auch daran interessiert, aber es wäre ihr zu weit. Da sie nicht weit von uns entfernt nahe Hammersmith wohnte, schlug ich vor, ihr Privatunterricht zu geben. Sie war sofort Feuer und Flamme und fragte nach Rücksprache mit ihrer Vermieterin, ob diese und vielleicht andere Leute auch mitmachen könnten. Dagegen hatte ich selbstverständlich nichts einzuwenden. Wir einigten uns auf Donnerstage und ich besuchte sie zum ersten Mal in ihrem Haus. Die „Vermieterin" war eigentlich nur die Hauptmieterin einer Vierzimmer-Wohnung, eine ziemlich exzentrische Damen aus Chile, die nach einem langen Aufenthalt in Indien nur Sitaram genannt wurde. Sitaram war ihr Mantra. Offensichtlich hatte sie vorher die Tendenz gehabt, ständig und obszön zu fluchen. Ihr Guru hatte ihr aufgetragen, zur Reinigung ihrer Sprache und ihres Geistes nicht mehr in Obszönitäten auszubrechen, sondern nur Sitaram, Sitaram zu sagen. Das tat sie dann auch mit religiösem Eifer. Ihre Spiritualität war allerdings so exzentrisch wie sie selbst. Als wir ihr Zimmer, wo die Yogastunde stattfinden sollte, betraten, war ich schon etwas ...
... verblüfft. Sie hatte eine Matratze in einer Ecke, sonst nichts. Ein Backgammon-Spiel, womit sie den Großteil der Tage und Nächte zubrachte, die Wände voller gemalter Bilder, zu denen sich eines von mir hinzugesellen sollte. Das war ihre Auflage an Neuankömmlinge: Man musste ihr ein Bild malen. Ansonsten kiffte sie von morgens bis abends. Da sie am Yoga teilnehmen wollte, brachte ich sie jedoch dazu sich die nächsten Spliffs bis nach der Stunde zu verkneifen. Beide machten gut mit, obwohl Sitaram mit ihren fast fünfzig Jahren natürlich deutlich mehr Probleme hatte. Beide schauten verblüfft und beeindruckt auf meine zu der Zeit wirklich ausgeprägte Flexibilität. Meine „Privatstunden" sprachen sich in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis rum und bald darauf waren wir regelmäßig eine größere Gruppe, meist zu fünft bis sechst. Als Dankeschön für die Stunden kochte hinterher immer jemand, aber manchmal auch ich. Wir breiteten Zeitungen auf dem Boden aus, setzten uns alle zusammen auf die Erde und genossen unsere lukullischen Mahlzeiten, meist indisch angehaucht, aber durchaus auch anderes. Da fast jedesmal jemand anders kochte, war ordentlich Abwechslung drin. Natürlich meinte Sitaram nach jeder Stunde zuerst, dass wir nun die entgangenen Spliffs nachholen mussten. Sie war wirklich witzig. Gleich beim zweiten Mal hatte sie ein paar Verhärtungen im Rücken, also massierte ich sie hinterher, was ihr richtig gut gefiel. Mit richtig gut meine ich, sie wurde unter mir sehr deutlich ...