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London Calling 07
Datum: 18.04.2021, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: byplusquamperfekt
... mich zu der Entscheidung, für bezahlte Überstunden optiert zu haben. Davon machte ich nämlich ständig wenigstens zwanzig in der Woche. Auch meine „Mädels" brauchte ich eigentlich nie zu fragen. Wenn sie sahen, was anstand, blieben sie einfach von selber sitzen. Die Abteilung leitete sich sozusagen von selbst, ich brauchte nur wenig einzugreifen. Es gab allerdings die eine oder andere Reiberei der Frauen mit der einzigen Deutschen in unserem Team, einer hageren Frau mit strohigem, langen Haar und einer großen Brille, die sich nicht so richtig ins Team eingliederte und mehr machte, was ihr gerade als sinnvoll in den Kopf kam, anstatt sich den Notwendigkeiten der Gruppe anzupassen. Die anderen Mädels reagierten sauer und ich musste eine Art Aussprache aufziehen, um die Wogen zu glätten. Bei ihr kam aber irgendwie die Botschaft nicht an, im Gegenteil, sie reagierte beleidigt und weigerte sich, Überstunden zu machen. Christine gab mir freie Hand „das Richtige zu tun". Ich warf sie raus, so schwer mir dies auch fiel, rettete damit aber die Stimmung im Team, auch wenn alle nun für sie mitarbeiten mussten, bis wir die Stelle neu besetzen konnten. Wir hatten eh gerade neue Leute interviewt, da wir es alleine kaum noch schafften. Um auch mal einen Mann in die Abteilung zu bringen, hatte ich mich für einen Typen indischer Herkunft entschieden, der einen erstklassigen Lebenslauf vorzuweisen hatte und auch im Interview einen hervorragenden Eindruck hinterließ. An seinem ersten ...
... Tag erklärten Stefanie und ich ihm unsere Programme und den Umfang seiner Tätigkeiten. Kurz vor Mittag ging er dann angeblich zu seinem Auto, um seine Brille zu holen. Wir sahen ihn nie wieder. Es gab wieder Massenentlassungen, aber unsere Abteilung war diesmal nicht betroffen. Die Stimmung in der Firma war auf Null bis minus noch was. Wir hatten aber in unserer Abteilung gar keine Zeit, uns davon abschrecken zu lassen, da wir krampfhaft versuchten, alle Artikel für den neuen Katalog hereinzubekommen, ohne wirklich Mittel dafür zur Verfügung zu haben. Einige der größeren Lieferanten aus Asien ließen sich nach zähen Verhandlungen darauf ein, weigerten sich aber nun, den Zoll für uns vorzustrecken, wie das sonst der Fall war. Also landeten viele unserer heißersehnten Artikel im Zollverschluss, bis wir sie nach und nach mit den bescheidenen Mitteln, die uns zur Verfügung standen, auslösen konnten. Andrea beauftragte Lisa und mich, einen Plan zu entwickeln, um wirklich nur die wichtigsten und gewinnbringendsten Artikel freizukaufen, hockte auch tatsächlich bis neun Uhr abends mit bei uns. Blöderweise funkte sie uns dabei auch ordentlich dazwischen, weil sie neben den logischen und vernünftigen Kandidaten auch ein paar ihrer persönlichen Favoriten mit eingebracht sehen wollte. Wir waren jedenfalls froh, als sie und ihre idiotischen Vorschläge endlich verschwunden waren und wir wirklich arbeiten konnten. Zudem war unser chinesisches Essen auch eingetroffen. „Wie lange ...