1. Meine Geschichte


    Datum: 30.04.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byAldebaran66

    ... saß, umso besser ging es. Irgendwann kam ich dann an eine Stelle, an der sich sie mit in die Story einbauen konnte.
    
    „Ach ja, wie heißt du eigentlich?", fragte ich sie und sah zur Seite und damit sie an.
    
    „Samira!", kam zur Antwort, während auch sie mich anblickte.
    
    „Schöner Name, sehr klangvoll. Scheint nicht von hier zu kommen. Orientalisch?"
    
    „Ja, kommt aus dem Arabischen. Meine Familie kommt daher!"
    
    „Du siehst aber nicht gerade aus wie ein typischer Vertreter aus dieser Ecke der Welt aus!"
    
    „Kommt darauf an, aus welcher Ecke man stammt und welcher ethnischer Gruppe man angehört."
    
    Da hatte sie natürlich vollkommen recht. Der arabische Raum war groß und hatte sehr viele, auch sehr kleine Volksgruppen. Da waren selbst rote Haare nicht selten vertreten.
    
    Damit war das geklärt. Dabei spielte es eigentlich gar keine Rolle, wie sie hieß. Die kleine Rolle in meiner Geschichte bedurfte keines Namens. Ich schrieb, wie sie an mir vorbei gegangen war und stolperte, genauso wie es gewesen war. Mehr eine Art Lückenfüller, um der Story eine kleine Abwechselung zu geben.
    
    Während ich es schrieb, verfolgte Samira es auf dem Bildschirm und ihr Gesicht verzog sich auf einmal, als ich auf das Stolpern zurückkam. Für mich hatte es keine Bedeutung, für sie anscheinend eine Größere.
    
    Wieder sah sich mich aufmerksam von der Seite an und ich hielt inne mit dem Schreiben.
    
    „Stimmt was nicht?", fragte ich sie, denn mir kam ihr Verhalten merkwürdig vor. In ihr Gesicht ...
    ... trat erneut der nachdenkliche Ausdruck.
    
    „Sind sie sicher, dass sie nichts gegen mich haben?", fragte sie wie schon einmal zuvor. Dabei legte sie ihren Kopf schräg und starrte mir direkt in die Augen.
    
    „Was meinst du damit. Ich versteh das nicht. Ich kenne dich doch nicht einmal, warum sollte ich also etwa gegen dich haben?"
    
    „Das weiß ich nicht. Darum frage ich sie ja. Einmal zu stolpern, wo nichts ist, ist Zufall. Dreimal eher nicht!"
    
    „Ich kann doch nicht zaubern. Außerdem, warum sollte ich das machen. Aus reiner Boshaftigkeit?"
    
    Samira sah mir weiterhin aufmerksam in die Augen, versuchte anscheinend darin zu lesen. Versuchte herauszubekommen, ob ich log. Doch sie konnte anscheinend nichts darin erkennen. Das verwirrte sie augenscheinlich.
    
    „Zaubern vielleicht nicht, dass können die wenigsten. Es gibt aber noch mehr Möglichkeiten!"
    
    „Meinst du etwa, ich suche mir einen wildfremden Menschen aus und praktiziere Voodoo an ihm, nur zum Spaß und großer Freude?"
    
    „Neee, doch kein Voodoo, ich lebe doch noch!", meinte sie, was aber nicht als Scherz gemeint war, denn ihr Gesicht blieb ernst dabei.
    
    „Sie haben irgend etwa an sich, was mir sagt, dass etwas nicht stimmt. Entschuldigen sie, wenn ich das sage, aber es ist so. Vielleicht wissen sie nichts davon und es ist unterbewusst, aber ich spüre da was, was ich nicht einordnen kann!"
    
    „Du meinst also, ich habe etwa auf den Weg gezaubert, dass dich hat stolpern lassen. Einfach aus dem nichts?"
    
    „Nein, nichts ...
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