1. Alles Absprache-Sache 02


    Datum: 14.06.2021, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bywriter66

    ... Fragen, die sie sich selbst nicht beantworten konnte.
    
    „Moin," sagte Dietmar Segel kurz als er sie bemerkte. „Hunger?" Eva nickte nur und setzte sich auf einen der hohen Stühle, an die Theke der Küchenzeile.
    
    Es roch herrlich nach gebratenem Speck mit Eiern. Wenige Minuten, nachdem sie sich gesetzt hatte, legte er ihr Besteck und eine Servierte hin. Kurze Zeit später stand ein Teller mit Einer und Speck vor ihr. Noch einmal etwas später saß er, mit einem Teller ihr gegenüber. Ein Brotkorb stand zwischen ihnen.
    
    „Ja" sagte er einfach nur, zwischen zwei Bissen. Eva runzelte die Stirn.
    
    „Was ... Ja?" fragte sie.
    
    Mit einem Grinsen sagte er. „Ja, ... ich habe Mikrofone angebracht."
    
    „Du hast es schon gesehen?" fragte sie belustigt. Es war das erste Mal, dass sie ihn bewusst duzte. Sie fühlte sich etwas komisch dabei. Ihm ebenbürtig, so nah, aber doch so merkwürdig.
    
    „Ich hatte mir schon überlegt meine Hose auszulassen." er schaute ihr dabei direkt in die Augen und lächelte. Unsicher ließ sie ihrem Blick sinken.
    
    Seine freie Hand nahm die ihre, über den Tisch hinweg.
    
    „Alles andere ist Absprache-Sache." sagte er den Satz, der so langsam zu ihrem, gemeinsamen Satz wurde und versuchte ihren Blick wieder aufzufangen.
    
    Eva hatte keinen Hunger mehr. Sie spürte nur noch das Kribbeln in ihrem Bauch, wie Schmetterlinge, wie damals, bei ihrem ersten Mal. Sie ließ sich vom Stuhl gleiten und ging im die Theke herum.
    
    Er sah wirklich nicht mehr so alt aus. Wenn sie ihm ...
    ... nur in die Augen schaute sah sie nur das was sie ihr ganze Leben gebraucht und immer vermisst hat.
    
    Dietmar war, anders als sonst, verwirrt. Er stand auf und war auf alles gefasst. Beide standen sich gegenüber. Eva war etwas kleiner und musste etwas hoch schauen.
    
    „Alles andere ist Absprache-Sache." sagte sie. Stellte sich auf ihre Zehenspitzen, legte ihre Arme um seinen Hals und kam seinem Gesicht solange näher bis sich ihre Münder trafen. Kurz danach trafen sich auch ihre Zungen.
    
    Eva löste sich wieder. Trotz ihres dunklen Typs war ihr klar, dass er ihren hochroten, feurigen Kopf sehen musste.
    
    „Bringst du mich ins Bett?" fragte sie mie einem kein Mädchen Augenaufschlag.
    
    „Alles nur Absprache-Sache?" fragte er.
    
    „Alles nur Absprache-Sache." bestätigte sie.
    
    Das dieses Mädchen etwas besonderes war, stand für Dietmar von Anfang an fest. Das es sich aber so schnell zeigen würde überraschte ihn doch.
    
    Eva sprang an ihm hoch und klammerte sich fest, wie ein Äffchen im Baum.
    
    So stark hatte sie ihn nicht eingeschätzt. Nicht in seinem Alter, aber er wankte nicht einmal.
    
    Als sie die erste Treppenstufe nahmen, hob sie ihren Kopf, schaute auf die Treppe, dann zu ihm.
    
    „Nicht in meins, in deines." sagte sie nur. Er grinste und ging weiter.
    
    Auf ihrer Etage angekommen bemerkte sie zu ersten Mal eine weitere Tür, hinter einem Vorhang versteckt. Mit einen leisen Klack öffnet sie sich.
    
    Er ließ sie los und sie viel butterweich in ein riesiges Bett, eher schon ...
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