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Gaby
Datum: 09.08.2021, Kategorien: Betagt, Autor: byalsace
Eigentlich sollte es nur ein ganz kurzer Text werden, so eine kurze Geschichte als Intermezzo bis mir eine Fortsetzung zu „ Evi" eingefallen wäre... Aber offensichtlich hat sich die Geschichte beim Schreiben etwas verselbstständigt. Auch diese Geschichte hat wie alle bisherigen einen wahren Kern. Vielleicht auch deshalb wurde sie viel länger als erwartet D.h. habt am Anfang etwas Geduld... irgendwann geht's auch zur Sache. Wieder die Bitte zu kommentieren, gerne auch per Mail. Viel Spaß beim Lesen! * Prolog: Verdammter Saustall! Laut vor mich hinfluchend machte ich mich ans Aufräumen unserer Wohnung. Wenigstens mal die Küche: Das schmutzige Geschirr war nach drei Ladungen der Geschirrspülmaschine halbwegs erledigt -- nur noch in die Schränke stellen. Dann weiter ins Wohnzimmer.. zumindest den Boden freiräumen und Staubsaugen. Schlafzimmer kurz drüber putzen - na ja - kein sehr überzeugendes Ergebnis Dann mein „ cleanest dirty shirt" anziehen und nur weg von dieser wenig anheimelnden Stätte. Auf dem Weg durch den Flur und das Treppenhaus unseres, spätestens durch den Auszug unseres Sohnes mittlerweile viel zu groß gewordenen Eigenheimes, konnte ich auch dort die Spuren „ mangelnder Pflege" nicht übersehen. Ja! Ich gestehe. Ich, 50 Jahre alt, noch von Mama und danach von Ehefrau verzogen, bekam es nicht auf die Reihe für Ordnung und Sauberkeit im Haus zu sorgen. Meine Frau war jetzt seit fast drei Monaten weg. Sie hatte zwei Monate ...
... lang ihre Mutter, die schon vor Jahren nach München gezogen war, gepflegt. Gleich danach, es war eine schwere Zeit für meine Frau gewesen, konnte sie eine Erholungskur mit anschließendem Urlaub antreten. Als sie dann vor zwei Wochen bei einem Telefonat ankündigte direkt von München aus zur Kur zu fahren stimmte ich ihr von Herzen zu und wünschte gute Erholung.Mir fiel auch gleichzeitig ein Stein vom Herzen, dass sie nicht in die verheerend aussehende Wohnung zurückkehrte bevor ich nicht wenigstens ein wenig Ordnung wiederhergestellt hatte. Deshalb hatte ich mir fest vorgenommen das gesamte Haus an zwei, drei freien Tagen aufzuräumen... Nun! Da war aber nur das kleine Problem... ich bekam wegen guter Auftragslage im Betrieb nicht frei, und falls doch, mal ganz ehrlich -- ich glaube nicht, dass ich mit einer noch so sorgfältig durchgeführten Putzaktion meinerseits den Standard, den meine Frau gewohnt war und fast 30 Jahre in unserem Haushalt üblich, auch nur annähernd erreichen würde. Ich bräuchte also professionelle Hilfe. Nur woher? Ich grübelte immer noch darüber nach, als ich meine Stammkneipe erreichte und mich neben meinen Kumpel Willi setzte. Na, du Strohwitwer? begrüßte er mich. Na du hast gut reden gab ich zurück. Bei mir zu Hause sieht` s aus wie nach einem Bombenangriff. Wenn Elke heimkommt, bevor ich diesen Augiasstall ausgemistet habe, gibt's keine Wiedersehensfeier sondern einen riesigen Ehekrach. Du Armer! grinste Willi. Na hol dir ...