1. Der neue Chef


    Datum: 12.08.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byBadlife

    ... ihm von seinem Problem und fragte, ob er eine Lösung wüsste. Herbert lachte als er das hörte, hatte aber auch direkt eine Lösung parat. „Du kannst den Wagen meiner Frau nehmen, der ist unverfänglich." Und so machte sich Thomas am Samstagnachmittag auf den Weg zu Herbert, um das Auto abzuholen. Wieder zu Hause begann er sich fertig zu machen, duschen, rasieren und anziehen.
    
    Um Punkt 19 Uhr stand er an der Adresse, die Nadine ihm aufgeschrieben hatte. Sie kam aus der Tür und Thomas staunte. Sie hatte einen kurzen Rock mit weißer Bluse an, hochhackige Schuhe und die Haare hochgesteckt. Sie sah einfach traumhaft aus. Sie fuhren zu dem neuen Restaurant und wurden zu dem reservierten Tisch geführt. Nachdem die Getränke und das Essen bestellt waren, entstand eine angeregte Unterhaltung, die dann auf dem Thema Firma auskam. Nadine erzählte Thomas, dass der alte Chef gestorben war und nun sein Sohn das Unternehmen führen würde. Er soll ein hochnäsiger und arroganter Mensch sein, zwar hat ihn bisher keiner gesehen, aber einige kannten wohl Personen, die ihn kannten. Thomas hatte ja schon die Einstellung der Arbeiter mitbekommen, ihn packte nun der Ehrgeiz, er würde ihnen zeigen dass er nicht so ist, wenn er seinen Posten als Chef einnahm.
    
    Dann kam das Essen, welches sehr gut war. Nach dem Essen plauderten sie lustig miteinander, bis es 22 Uhr wurde. Nadines Gesicht trübte sich, was Thomas sofort auffiel. „Was ist los mit Dir? Habe ich was Falsches gesagt?" „Nein, aber ich muss ...
    ... Dir was sagen. Ich habe heute leider nur bis 23 Uhr Zeit, dann muss ich nach Hause." „Wartet jemand zu Hause auf Dich?" fragte Thomas. Nadine nickte. Thomas sackte in sich zusammen, hatte er doch endlich ein nettes Mädchen gefunden und dann war sie vergeben, dachte er. Nadine sprach weiter „Es ist nicht so wie Du denkst, ich habe keinen Partner, der auf mich wartet." Thomas sah sie an und stutzte. „Ich habe eine Tochter und meine Eltern können leider nicht so lange auf sie aufpassen heute." Nadine senkte den Kopf und konnte so nicht den erleichterten Gesichtsausdruck von Thomas sehen. „Ich hätte Dir das schon früher sagen müssen und würde es auch verstehen, wenn das hier unsere einzige Verabredung bleiben würde." Tränen traten in ihre Augen. Thomas stand auf und Nadine dachte er würde jetzt gehen. Doch er ging um den Tisch, setzte sich neben sie, nahm ein Taschentuch und fing an die Tränen aus den Augen zu wischen. Nadine sah in verdutzt an, mit so einer Reaktion hatte sie nicht gerechnet. „Das ist doch nicht schlimm. Wenn Du magst, dann halten wir nachher an einer Tankstelle an, holen noch eine Flasche Wein und setzen unsere Unterhaltung bei Dir zu Hause fort. Vorausgesetzt Du hast Lust dazu." Wieder traten Tränen in ihre Augen, aber diesmal aus Freude. Sie nickte, „Sehr gerne. Macht Dir das denn nichts aus, das ich eine Tochter habe?" „Nein, ich habe Kinder sehr gerne."
    
    Thomas bezahlte und sie machten sich wie besprochen auf den Weg zu ihrer Wohnung, mit Zwischenstopp an ...
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