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Der neue Chef
Datum: 12.08.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byBadlife
... der Tankstelle. In der Wohnung angekommen stellte Nadine ihn als ihren neuen Kollegen bei ihren Eltern vor. Nadines Vater grübelte, an irgendjemanden erinnerte ihn dieses Gesicht, aber er kam nicht drauf. Nach einem kurzen Gespräch verabschiedeten sich die Eltern und Nadine verschwand im Kinderzimmer, um nach der schlafenden Tochter zu schauen. Zurück im Wohnzimmer machten sie es sich dann auf dem Sofa gemütlich und setzten ihre Unterhaltung fort. Nadine erzählte auch von dem Vater des Kindes, der noch vor der Geburt das Weite gesucht hatte und sie nun alleine mit ihrer 4jährigen Tochter sei. Auch erzählte sie, dass sie seit zwei Jahren in der Firma arbeiten würde, jeweils mit einem Jahresvertrag. Bei der nächsten Verlängerung, würde der Vertrag in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übergehen. Den Termin beim Personalchef hätte sie kommenden Dienstag und sie hoffe das sie dann fest übernommen wird, da sie den Job dringend braucht um auch weiter mit ihrer Tochter über die Runden zu kommen. Als Thomas auf die Uhr schaute war es bereits halb drei. Er sagte, dass er sich jetzt verabschieden würde und man sich Montag in der Firma sehen würde. Zum Abschied gab Nadine ihm einen Kuss auf die Wange „Danke für den schönen Abend, das hatte ich schon lange nicht mehr." Thomas sah sie an und entgegnete „Kein Problem, jeder Zeit wieder." Er ging in die kalte Dezembernacht hinaus und fuhr nach Hause. Lange konnte er nicht einschlafen, dachte dauernd an Nadine, hatte er sich ...
... verliebt? Am Montag sah er sie im Büro wieder und konnte sich nicht richtig auf die Arbeit konzentrieren, dauernd musste er zu ihr herüberschauen. Als er dann auf seine Postrunde ging trat Ute an den Schreibtisch von Nadine heran. „Und? Wie ist es Samstag gelaufen?" „Es war richtig schön, wir haben uns gut unterhalten." „Mehr nicht? Nur unterhalten?" „Mehr nicht! Er ist richtig nett, ihn könnte ich mir als Partner vorstellen." „Das ist doch super, hast Du ihm von deiner Tochter erzählt?" „Ja, das habe ich und er war überhaupt nicht abweisend, im Gegenteil." „Dann wünsche ich Dir viel Glück bei ihm. Den würde ich auch nehmen wenn ich 20 Jahre jünger wäre." sagte Ute mit einem Zwinkern. So ging der Montag auch zu Ende, man redete miteinander, aber mehr passierte nicht. Dienstag konnte man Nadine anmerken, dass sie nervös war, stand doch das Gespräch mit dem Personalchef an. Gegen 10 Uhr ging sie dann dort hin. Als sie nach 30 Minuten zurückkam, war sie bitterlich am weinen, ihr Vertrag wurde nicht verlängert. Thomas versuchte sie zu trösten, während sie dauernd stammelte, wie es weiter gehen sollte, sie bräuchte doch den Job um mit ihrer Tochter über die Runden zu kommen. Thomas bekam Wut auf die Personalpolitik dieses Unternehmens. Aber Moment, das war doch sein Unternehmen und nun bekam er auch noch ein schlechtes Gewissen. Mit den Worten „Ich muss mal eben raus" stürmte er aus dem Büro, direkt und ohne anzuklopfen in das Büro des Personalchefs. Der schaute auf und ...