1. Die Insel


    Datum: 14.08.2021, Kategorien: Sonstige, Autor: Kastor Aldebaran

    ... Gedanken zu bannen. Allerdings gelang es ihm nicht oft, denn in einem Dorf lief man sich öfters über den Weg, als man manchmal wollte. Irgendwann war dann ein anderer zur Stelle gewesen, mit dem sie seitdem zusammen war. Zumindest bis vor einiger Zeit. Im Moment war er auf der anderen Insel gefangen.
    
    Trotzdem war Kayun kein Mensch, der sich zwischen eine bestehende Beziehung drängen würde. Das ließ sein Gewissen nicht zu. Aber selbst wenn dieses Gewissen nicht vorhanden gewesen wäre, dann hätte es ihm auch nichts genützt. Er wäre zu feige gewesen, sie überhaupt anzusprechen. Er glaubte nicht, dass er ihr Typ war. Dafür beachtete sie ihn zu wenig, wenn sie sich zufällig trafen.
    
    Mit diesen und anderen Gedanken und ihrem Bild vor den Augen kam er an seiner Hütte an und ging hinein. Müde war er von der langen Wanderung und legte sich zum Schlafen hin.
    
    Kaum lag er auf seiner Schlafstelle, schon gingen seine Augen zu und seine Gedanken verloren sich in seinen Träumen. Nur das Bild von Kisara blieb und begleitete ihn durch die andere Welt.
    
    Leilani war wieder die alte. Das Zusammensein mit Moii tat ihr gut und ihre Lebenseinstellung wandelte sich schnell in Zuversicht. Die Tage vergingen schnell und die Nächte hatten keine Schrecken mehr. Einsamkeit war ihr inzwischen genauso unbekannt, den Moii wich nicht mehr von ihrer Seite. Sie arbeiteten zusammen, aßen zusammen und gingen zusammen schlafen.
    
    Wenn sie genau darüber nachdachte, war es sogar eine bessere ...
    ... Partnerschaft als mit ihrem Mann. Sicher, das Körperliche fehlte ihr, obwohl es mit ihrem Mann auch nicht mehr besonders aufregend war. Es gab genauso einmal Streit, aber auf einer anderen Basis. Sie verstanden gegenseitig besser, wie es in der anderen aussah. Probleme wurden anders gelöst, zumindest für sie einfacher.
    
    Außerdem genoss sie es inzwischen, dass Moii bei ihr schlief. Ihr Körper war einfach weicher und anschmiegsamer als der ihres Mannes. Allerdings wollte sie es sich selber nicht eingestehen. Wollte die Zeichen nicht deuten die ihr sagten, dass sie Moii interessant fand und das nicht nur als Freundin. Sie schmiegte sich inzwischen mehr an sie an, als sie es normalerweise tun würde. Dabei fühlte sie dann die Wärme des anderen Körpers und ihr kamen Gedanken in den Kopf, die sie ganz weit weg in den hintersten Winkel ihres Gehirns drängte. Es konnte und durfte einfach nicht sein. Irgendwann würde ihr Mann wiederkommen und was war dann? Aber auch diesen Gedanken drängte sie weit von sich. Sie hatte gelernt, im Hier und Jetzt zu leben.
    
    Kapitel 3.2
    
    Die nächste Nacht kam und die beiden waren von ihrer täglichen Arbeit erschöpft. Hastig aßen sie noch einen oder zwei Happen und fielen dann gähnend auf die Schlafstelle. Kaum lagen sie da, drängte sich Leilani an Moii heran, die sie sofort gewähren ließ. Nicht nur das, sie umschlang die Freundin und zog sie ihrerseits fest an sich heran. Dann überfiel Leilani die Müdigkeit und kaum später war sie eingeschlafen. Allerdings ...
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