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Die Insel
Datum: 14.08.2021, Kategorien: Sonstige, Autor: Kastor Aldebaran
... Wachposten vorbeizukommen, der bei dem Ding saß und ging zum Strand. Hier suchte er sich ein ruhiges Plätzchen und starrte in die Dunkelheit. Fragen über Fragen zermarterten sein Gehirn, wobei eine sich besonders hartnäckig hielt. Er kannte zwar die Geschichten von dem, woher sie kamen aber es war immer so weit weg gewesen. Jetzt hatte er etwas gefunden, was sicher dort herkam. Sozusagen eine Botschaft aus der Ferne. Das Ding hatte es bis zu ihnen geschafft. War über das Meer zu ihnen gekommen. Also musste wirklich in der Richtung Land sein aus der der Wind kam. Zu gerne hätte er gewusst, wie weit es weg war, wie groß das Land war und ob dort Menschen lebten. Die Alten erzählten zwar immer wieder davon, aber Kayun wusste nicht, wie viel davon inzwischen verfälscht worden war. Was war weggelassen worden, was dazugekommen. Er wusste es nicht und es trieb ihn geradezu in den Wahnsinn, dass er es wahrscheinlich auch nie erfahren würde. Leilani und Moii freuten sich mit dem Dorf. So richtig hatten sie zuerst nicht verstanden, worum es bei der Aufregung ging, die sich ausgebreitet hatte, aber als sie es verstanden, freuten sie sich mit. Was es allerdings für sie bedeuten könnte, darüber waren sie sich noch nicht klar. Also saßen sie noch eine Weile mit den anderen auf dem Marktplatz und feierten und tanzten mit den anderen mit. Die Stimmung war mehr als gelöst und alle waren frohen Mutes. Sah ihre Zukunft doch zumindest jetzt etwas rosiger aus. Immerhin hatten sie einen ...
... herben Schlag gegen sich einstecken müssen. So war jetzt wieder etwas mehr Zuversicht in die Zukunft. Es würde sich mit der Zeit viel verändern. Aber daran dachte noch keiner. Irgendwann wurden die Beiden müde und gingen leicht beschwingt zu ihrer Hütte. Sie nahmen einfach das gute Gefühl mit, welches sich in ihnen breitgemacht hatte. Kaum waren sie in der Hütte angekommen, umschlang Moii ihre Freundin und hielt sie überglücklich fest. Leilani wusste zuerst gar nicht, wie ihr geschah, fand es aber nicht unangenehm und umarmte sie ebenfalls. So standen sie einen längeren Moment da und Leilani spürte die Wärme, die von Moii ausging sowie die weiche Haut, die sich gegen die ihre presste. Dabei meinte sie sogar das klopfen beider Herzen zu spüren. Hatte Moiis Kopf gerade noch mit dem Kinn auf ihrer Schulter gelegen, verschwand er jetzt und ihr Gesicht erschien vor ihr. Tief sahen die Augen in die ihren. Dann legte sich ihr Kopf etwas zur Seite und kam näher. Fast nur wie ein Hauch drückten sich die Lippen von Moii auf die ihren. Zarte, fein gezeichnete Kissen berührten einander und verschmolzen miteinander. Zuerst überrascht konnte Leilani sich nicht bewegen, wusste nicht, was sie machen sollte. Auf der einen Seite die Freundin, auf der anderen ein Gefühl was sie schon so lange vermisste. Niemand hatte sie seit Langem mehr so in die Arme genommen. Niemand hatte sie jemals so geküsst. Es war ganz anders als mit einem Mann. Gefühlvoller. Dazu roch Moii ganz anders. Nicht ...