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Die Insel
Datum: 14.08.2021, Kategorien: Sonstige, Autor: Kastor Aldebaran
... ihr. Noch größere Sorgen machten sie sich allerdings darüber, was wohl die anderen sagen würden, wenn sie ins Dorf kamen. Immerhin hatten sie die Göttin noch mehr verärgert. Zumindest nahmen sie an, dass sie schuld daran waren. Erst als die Sonne aufging, wurde ihre Zuversicht wieder größer. Immerhin hatten sie die Nacht auf dem wütenden Berg überlebt und im Licht der aufgehenden Sonne, sah schon alles etwas anders aus. Also machten sie sich vorsichtig auf den Weg, um endlich nach Hause zu kommen. So schlimm konnte es gar nicht werden. Außerdem war der Proviant fast verbraucht und sie hatten Hunger und Durst. Der Abstieg ging schneller als sie dachten. Besonders auf dem feinen Geröll kamen sie schneller voran als gedacht. Sie rutschten mehr als das sie liefen und mussten dabei nur aufpassen, dass nicht zu viele der Steine mit in Bewegung kamen. Schneller als gedacht standen sie am Sockel des Bergs und wandten sich ihrem Weg zu. Doch schon nach kürzerer Zeit erkannten sie, dass es alles nicht so einfach wurde. Neben ihnen floss immer noch der Strom von Lava und ließ ihnen nicht viele Möglichkeiten, die Richtung selber zu bestimmen. Trotzdem schafften sie es mit der nötigen Vorsicht in etwa an die Stelle zu kommen, an der sie zum anderen Teil der Insel übersetzen wollten. Groß war die Überraschung, als sie merkten, dass es nicht ging. Aus einiger Entfernung erkannten sie, dass die Brücke nicht mehr existierte. Wie sollten sie nur auf die andere Seite ...
... kommen? Ihr Weg war abgeschnitten und selbst nach langem Nachdenken kamen sie auf keine Lösung. Dann entdeckten sie die beiden Frauen auf der anderen Seite, die zu ihnen herüber winkten. Aber etwas anderes als zurückwinken konnten sie auch nicht tun. Erste Tränen flossen. Die andere Seite so nah und doch so fern. Verzweiflung kam hoch und sprang von einem Menschen zum anderen. Die einzige Hoffnung, die sie hatten, war, dass den andern auf der andren Seite etwas einfiel. Ihnen kam keine wirkliche Idee. Einige Zeit später begannen sie sich auf das zu besinnen, was sie tun konnten. Zuerst musste für Unterkunft, Essen und Trinken gesorgt werden. Die erste Bestandsaufnahme ergab eine Menge Ziegen, etwas Gemüse und jede Menge Hitze zum garen. Eine Unterkunft musste noch gebaut werden. Woraus und wie wusste noch keiner. Nur einer erinnerte sich daran, dass es am Fuß des Berges eine Höhle geben sollte. Vielleicht war diese noch da. Damit hätte sich zuerst einmal die Sache mit der Unterkunft erledigt. Also schickte sich die Gruppe an alles soweit zu erkunden, um wenigstens eine Zeit lang, ohne die auf der anderen Seite, überleben zu können. Auch sie ließen zwei von ihnen zurück, um eventuell Kontakt zu den anderen halten zu können. Wie immer der auch aussah. Aber alleine zu wissen, dass es auf der anderen Seite noch jemanden gab, war tröstlich. Kapitel 2 Die Vulkaninsel Die Hoffnung schwand mit jedem Tag. Sie konnten die anderen sehen, die auf der anderen Seite waren, ...