-
Die Insel
Datum: 14.08.2021, Kategorien: Sonstige, Autor: Kastor Aldebaran
... Ewigkeit bis er langsam begriff, was sich gerade abgespielt hatte, welche Tragödie sich gerade vor ihm ausgebreitet hatte. Und er konnte es nicht begreifen. Er starrte nur auf den roten Fleck der sich langsam ausbreitete, dabei aber blasser wurde und seine Kontur verlor. Irgendwann war er dann vollkommen verschwunden. Obwohl er wusste, dass es nicht sein konnte, wartete er noch weiter ab und hoffte auf das Hoffnungslose. Erst dann wurde ihm klar, dass es sinnlos war. Mit Tränen in den Augen löste er sich dann doch von der Stelle und ging langsam mit gesenktem Kopf in Richtung Höhle. Für ihn war das die letzte Chance gewesen doch noch rüber zu kommen, aber die war jetzt vollkommen zerstört und er hatte innerlich aufgegeben. Nur noch Schwermut überkam ihn und ließ ihn denken, lieber tot zu sein. Hatte er zuvor wenigstens noch einen Freund gehabt, so gab es diesen jetzt auch nicht mehr. An der Höhle angekommen berichtete er unter schluchzen, was sich ereignet hatte und alle waren betroffen. Machte es ihnen doch wieder einmal klar, dass es kein entrinnen gab. Sie waren hier gefangen und würden es alleine schaffen müssen. Da jetzt die Sicherheit bestand, konnten sie sich ganz darauf konzentrieren, sich häuslich einzurichten. War zuvor immer noch der Funke dagewesen, von dem Eilande weg zu kommen, so war er jetzt erloschen. Man musste sich damit arrangieren und das konnte man am besten, wenn man damit begann sich einzurichten. Also machte man sich auf, endlich Hütten zu ...
... bauen. Die Höhle war auf Dauer keine Lösung. Nicht lange, und die ersten Hütten standen, während andere folgten. Und das war auch gut so, denn langsam begannen sie zu murren. Man konnte sich immer weniger riechen und so war es dann nicht verwunderlich, dass die Bauarbeiten ein enormes Tempo erreichten. Nur zwei Wochen später war so gut wie keiner mehr in der Höhle. Nur Sari konnte niemanden dafür gewinnen, für sie und ihre Liebeskünste eine Unterkunft zu bauen. Also blieb sie in der Höhle, die sie jetzt für sich alleine hatte. Zumindest hatte sie jetzt genug Platz, um nicht zu sagen, sehr viel davon. Aber zumindest war sie nicht einsam, denn die Hütten der anderen standen in der Nähe. Mani und Rano hingegen bauten für sich eine eigene Hütte. Erst jetzt wurde allen klar, dass sie zusammen gehörten, denn zuvor war das nicht ersichtlich gewesen. Zu gut hatten sie es geheim gehalten. Das wiederum ließ ein paar Neider auf den Plan kommen die sich Chancen bei Mani ausgerechnet hatten. Doch sie verstummten recht schnell. Nicht weil sie es eingesehen hatten, aber Rano hatte für sie die unangenehme Eigenschaft, ihnen körperlich haushoch überlegen zu sein. Tage und Wochen vergingen ohne nennenswerte Änderungen. Was sollte es auch geben. Die Insel kannte keine Überraschungen. Selbst der Berg war vollkommen ruhig geblieben. Nicht ein grummeln kam aus seiner Tiefe. Rahani war eingeschlafen. Zumindest glaubten sie es. Es stellte sich so etwas wie Normalität ein. Man ging ...