1. Die Insel


    Datum: 14.08.2021, Kategorien: Sonstige, Autor: Kastor Aldebaran

    ... Meeressäuger die sie schon öfters von der Insel aus gesehen hatte. Geradezu riesig sah der Körper. Das Beste daran war dann aber, dass er noch lebte. Nicht mehr viel Leben steckte in dem gewaltigen Körper, aber genug um es zu erkennen. Es ging allerdings mit ihm zu Ende.
    
    Während einer von ihnen am Strand blieb, rannte der andere los und holte so viele von den anderer, wie er nur finden konnte. Warum allerdings der andere bei dem Körper blieb, war dann doch schleierhaft. Hätte das Tier sich aufgemacht wieder ins Meer zurückzukehren, hätte er sowieso nichts dagegen machen können. Aber das war jetzt nebensächlich. Er bekam allerdings mit, dass das Tier verendete. Ein letzter gewaltiger Atemzug, dann lag der Körper still. Nichts rührte sich mehr an ihm. Nur die gewaltige Schwanzflosse bewegte sich mit den dagegen brandenden Wellen.
    
    Nur wenig später kamen die anderen. Jeder der irgendwie dazu in der Lage war etwas zu schneiden, brachte seine Werkzeuge mit und das große Schlachtfest begann. Stück für Stück wurde aus dem Leib geschnitten und so weiter verarbeitet, dass man es zum trocknen auf die Büsche legen konnte. Hier in der Nähe des Strandes war es nicht nur sonnig sondern auch windig und von daher trocknete es, in dünne Scheiben geschnitten, in sehr kurzer Zeit. Nur die besten Fleischstücke wurden beiseitegelegt. Sie sollten sofort verbraucht werden.
    
    Vier Stunden später hatte sich die unmittelbare Umgebung des Strandes vollkommen verwandelt. Wohin man auch sah, ...
    ... soweit das Auge reichte, hing oder lag Fleisch in den Büschen. Trotzdem schafften sie es nicht, das ganze Tier zu zerteilen. Dafür war es einfach zu viel. Zum Schluss blieb noch ein kleiner Teil davon übrig, vor allem die Unmengen von Fett, welches jetzt in den Wellen vor dem Strand an der Wasseroberfläche schwamm. Mehr konnten sie einfach nicht verwerten.
    
    Am Abend waren dann alle Sorgen für wenige Stunden vergessen. Hatte man die letzten Wochen schon von recht karger Kost leben müssen, war es an dem Abend vollkommen anders. Kiloweise Fleisch würde über ein großes Feuer gehalten und garte vor sich hin.
    
    Wenig später zog der Duft von Gebratenem durch die neue Siedlung. Es war so viel, dass sogar Sari heute ohne Gegenleistung an dem Mahl teilnehmen konnte. Auch wenn sie nicht am zerteilen der Beute teilgenommen hatte. Dafür war sie sich zu fein, immerhin hätte sie unter Umständen tief in Blut stehen müssen und das ging gar nicht. Aber das war heute Abend egal. Heute wurde nur gefeiert und alle schlugen sich nach langer Zeit mal wieder die Bäuche voll, bis sie nicht mehr konnten und selbst dann ging noch was rein.
    
    Die Nacht konnten nur die wenigsten schlafen. Sie wurden von ihren dicken Bäuchen gequält, doch die Qual nahmen sie gerne in Kauf.
    
    Am nächsten Tag gingen sie wieder an den Strand und begannen alles aufzuteilen. Jeder sollte die gleiche Menge bekommen, egal wer er war, denn alle hatten ein Anrecht darauf. Auch wenn einige anderer Meinung waren und Sari nichts ...
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