-
Die Insel
Datum: 14.08.2021, Kategorien: Sonstige, Autor: Kastor Aldebaran
... abgeben wollten. Doch ihr Anteil war viel zu gering, um auf die anderen aufgeteilt, wesentlich mehr für die anderen zu ergeben. Nur wenige Tage später kam dann die Ernüchterung. Wenn auch die meisten versuchten mit ihrem Anteil sparsam umzugehen, verbrauchte er sich schneller als gedacht. Wieder standen sie vor der quälenden Frage, wie sie es weiter schaffen sollten. Einige waren sogar der Meinung, man sollte der Göttin des Berges etwas opfern. Rahani würde ihnen vielleicht etwas dafür schenken. Was das sein sollte, wussten sie allerdings auch nicht. Die anderen meinten nur, dass sie Feuer genug hätten. Die Stimmung wurde immer gespannter. Keiner gönnte dem anderen etwas und in der Siedlung war kaum noch jemand anzutreffen. Alle waren auf ihren kleinen Feldern anzutreffen die sie gegen jeden eventuellen Dieb sicherten. Keiner traute mehr dem anderen und sie verließen die Parzellen nur, um Wasser zu holen oder ähnliches. Selbst nachts hockten sie noch auf ihrem bestellen Stückchen Land und starrten in die Dunkelheit. Dazu hielten sie ihre Ohren weit offen, damit sie jedes noch so verräterische Geräusch hören konnten. Das ging so nicht weiter. Es entstanden drei Gruppen wobei das eine eigentlich keine war. Die eine Gruppe bestand nur aus männlichen Mitgliedern. Die andere aus den Paaren und Kugogo der sich bei ihnen wohler fühlte. Blieben nur noch vier Personen übrig die den Rest bildeten. Keine Gruppe in sich, aber gehörten auch keiner an. Die vier bestanden aus ...
... Sari und den drei Männern, die immer schon anders gewesen waren. Sie waren den anderen ein Rätsel. Sprachen sie doch wenig und hatten anscheinend keine hervorstechenden Merkmale. Das einzige was sie ausmachte war, dass sie immer zu dritt auftauchten. Egal was sie machten, machten sie immer gemeinsam. Manche munkelten sogar, dass sie sogar zusammen pinkeln gehen würden, aber das konnte keiner beweisen, denn gesehen hatte das noch niemand. Oft war es sogar, dass sie morgens verschwanden und erst am Abend wieder kamen. Was sie wo inzwischen gemacht hatten, wusste keiner. Das blieb ihr Geheimnis. Erst wenn man sie ungesehen verfolgte hätte, hätte man herausbekommen, was sie trieben. Kaum wurde es hell, verschwanden sie so schnell es ging zwischen den hohen Büschen neben der Siedlung. Hier liefen sie erst einmal zweihundert Schritte, beugten sich dann herunter und schlichen sich in einem Bogen wieder hundert Schritte zurück, jedoch nicht auf dem Weg, den sie schon gegangen waren. Hier warteten sie vollkommen still und bewegungslos ab. Erst wenn einen geraume Zeit verstrichen war und sie sich sicher waren, dass ihnen niemand folgte, standen sie wieder auf und liefen wieder gebückt in die Richtung in die sie schon zuvor gelaufen waren. Erste wenn sie sich dann sicher waren, dass sie niemand mehr sehen konnte, auch nicht zufällig, standen sie wieder gerade und gingen immer weiter, bis sie an die andere Seite der Insel kamen. Hier war die Küste ganz anders als an der anderen ...