1. Die Insel


    Datum: 14.08.2021, Kategorien: Sonstige, Autor: Kastor Aldebaran

    ... eine von ihnen verschwunden wäre.
    
    Unter dem Gestrüpp am Boden war ein Loch, nicht groß aber groß genug um hinein zu fallen. Wenn man es nicht wusste, hatte man keine Chance und konnte sich nicht mehr festhalten.
    
    Sie räumten das Gestrüpp weg und sahen in ein schwarzes Loch, was zu tief zu sein schien, um bis auf den Boden zu schauen. Selbst als sie nach dem hineingefallenen riefen, bekamen sie keine Antwort. Das Loch musste tiefer sein als aussah.
    
    Schnell wurde aus dem Gestrüpp eine Art Fackel gebunden und angezündet. Als sie dann brannte, warfen sie sie in das Loch.
    
    Als die Fackel aufschlug sahen sie fünfzehn Schritte nach unten und es war mehr eine Art Spalte, die sich nach unten noch verbreiterte. Am Boden lagen der Hineingefallene und die drei Ziegen. Man musste nicht darüber nachdenken ob der Mann noch lebte. Dafür war sein Körper viel zu seltsam verdreht und verrenkt. Er hatte sich sicher beim Aufprall das Genick gebrochen. Dazu sah der Rest auch nicht besser aus.
    
    Den drei Ziegen war es nicht anders ergangen. Sie lagen um den Mann herum, nur eine hatte sich anscheinend noch ein Stückchen weiter weg schleppen können, war dann aber wenig später dort verendet.
    
    Kugogo gab seine stärksten Seile dafür her, den Mann und die Ziegen aus dem Spalt zu bekommen. Es dauerte den ganzen Nachmittag und als es endlich geschafft war, trauerten alle um den Mann und Freund. Es war einer der ruhigeren gewesen und hatte niemandem jemals etwas angetan.
    
    Schnell und in ...
    ... stiller Trauer setzte man ihn bei. Die drei Ziegen jedoch wurden sofort zubereitet und dienten als Leichenschmaus. Man konnte diese Menge Fleisch nicht verkommen lassen, dafür waren sie zu kostbar.
    
    Als sie Mägen dann so voll wie lange nicht mehr waren, erinnerte man sich an die Drei die man zu Unrecht verdächtigt hatte, doch sie wurden seitdem nicht mehr gesehen. Sie blieben verschwunden und das war ihnen nicht zu verübeln.
    
    Die nächsten Tage, immer wenn man Zeit hatte, suchten die Menschen die unmittelbare Umgebung nach weiteren Spalten ab, fand aber keine mehr, jedenfalls keine so große. Nur eine, in der man sich die Beine brechen konnte, aber das war auch alles. Zur falschen Zeit am falschen Ort. So war das nun einmal. Das Leben ging weiter und das wurde immer schwieriger.
    
    Die Drei bekamen davon nichts mit. Sie hockten Tagsüber in ihrer Höhle und waren eigentlich zufrieden mit dem, was sie hatten. Am Anfang hatten sie sich zwar noch über das Verhalten der anderen geärgert, aber nachdem sie sich selber gefragt hatten, wie sie reagiert hätten, war es gar nicht so weit her geholt. Irgendwie verstanden sie die Reaktion, wollten sie aber nicht richtig stellen. Sie wussten ja nicht, dass es sich aufgeklärt hatte und so kamen sie überein, dass sie ganz hier bleiben sollten. Nur des Nachts waren sie vorsichtig unterwegs um entweder Wasser zu holen oder etwas Brennbares zu suchen. Sonst sah man sie nicht mehr.
    
    So hatten sie sehr viel Zeit für sich, besonders Tags über wenn ...
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