1. Die Insel


    Datum: 14.08.2021, Kategorien: Sonstige, Autor: Kastor Aldebaran

    ... Hass machte sich breit. Es war endlich ein Gegner ausgemacht worden, auf den sich ihr ganzes Leid abwälzen ließ.
    
    Die drei bekamen natürlich mit, dass etwas nicht stimmte und es war Sari, die den dreien riet, irgendetwas dagegen zu tun, sonst könnte sie für nichts garantieren.
    
    Die drei begriffen schnell wie es um sie stand und schon in der kommenden Nacht verschwanden sie heimlich und ungesehen aus dem Lager. Als es am nächsten Morgen entdeckt wurde, war es eine Art Schuldeingeständnis für sie gewesen. Die drei Sonderlinge waren ihnen ja immer schon seltsam vorgekommen und es war nur gut, dass sie nicht mehr da waren.
    
    Nur änderte es nichts an ihrer Situation. Die drei waren weg, hatten aber sowieso nichts bei ihnen gegessen. Das einzige war jetzt gemacht werden konnte war, die Ziegen mit noch mehr Leuten zu bewachen. Und das taten sie jetzt auch. Immer zwei aus jeder der beiden Gruppen hielten zusammen Wache und passten sowohl auf die Ziegen, als auch auf die anderen auf.
    
    Zwei Tage später fehlte wieder ein Tier. Von den vieren war es aber keiner gewesen, also konnten es nur die drei getan haben. Sicher hatten sie sich in der Nacht angeschlichen und eine Ziege geholt. Wie sie das gemacht hatten war ihnen zwar ein Rätsel, aber anders konnte es nicht sein.
    
    Jetzt war kein Halten mehr. In der Not vereint bildeten sie mehrere Gruppen und durchkämmten die ganze Insel. Doch solange sie auch suchten, sie fanden sie nicht. Sie blieben verschwunden, als wenn sie die Erde ...
    ... verschluckt hätte. Hätten sie gewusst wie nah sie damit der Lösung kamen, sie hätten gestaunt. Doch sie fanden sie nicht und die drei bleiben verschwunden. Was sie allerding mit den drei gemacht hätten, wenn sie sie gefunden hätten, blieb unüberlegt. Sicher nichts Gutes.
    
    Zum Schluss blieb ihnen nichts anderes übrig, als die Suche abzubrechen und zurück zum Lager zu gehen. Nur die Wachen bei den Ziegen wurden noch einmal erhöht. Jetzt schoben sechs hier Wache und schlugen sich die Nacht um die Ohren, aber nichts wirklich aufregendes geschah, nur kurz vor dem Sonnenuntergang, gerade als die Sonne unterging, entstand auf einmal etwas Aufregung in der kleinen Herde. Doch dann war alles wieder ruhig und die Wachen konnten nichts sehen, was darauf schließen ließ, dass etwas passiert wäre.
    
    Der nächste Morgen brachte den Schrecken. Wieder fehlte eine der Ziegen. Von den Drei hatte es keiner sein können. Das war eindeutig. Jetzt versuchte man dem Geheimnis genau auf die Spur zu kommen ohne einfach jemanden zu verdächtigen.
    
    Überall wo die Ziegen gewesen waren suchte man nach Anhaltspunkten und man fand, wonach man suchte. Allerdings eher durch Zufall.
    
    Als einer der Suchenden sich einem Busch näherte, schrie er auf einmal auf und war verschwunden. Die anderen hörten ihn zwar, konnten sich aber keinen Reim darauf machen. Jetzt noch vorsichtiger geworden gingen sie nur ganz langsam auf die Stelle zu, wo er zuvor gewesen sein musste.
    
    Dann entdeckten sie es, als beinahe noch ...
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