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Die Insel
Datum: 14.08.2021, Kategorien: Sonstige, Autor: Kastor Aldebaran
... sie jetzt tun. Alles war verloren und so etwas wie die Höhle würden sie nicht mehr finden. Mit hängenden Köpfen machten sie sich auf die Klippe zu erklimmen. Als sie oben waren, sahen sie sofort den leuchtenden Gipfel des Berges. Rahani war wieder erwacht und hatte sie gestraft. Wofür wussten sie nicht. Sie war jedenfalls nicht gütig mit ihnen umgegangen, so viel stand fest und was jetzt aus ihnen werden sollte, wussten sie auch nicht. Zurück ins Lager konnten sie ja nicht. Es blieb ihnen also nichts anderes übrig als sich ein neues Zuhause zu suchen. Ob sie allerdings noch einmal solches Glück haben würden, wussten sie nicht. In der Nacht wanderten sie langsam und aufmerksam die Küste entlang, wobei sie in der Richtung unterwegs war, die sie so weit wie möglich vom Lager weg bringen würde. Immer den Vulkan im Rücken und den Strand an der Seite. Mehrmals hatten sie schon geglaubt etwas Neues gefunden zu haben, doch wenn sie es sich genauer ansahen, war es jedes Mal ein eine Enttäuschung. Kapitel 02.5 Sie waren schon drei Stunden unterwegs, als sie auf einmal ein Licht in einiger Entfernung sahen. Es war nur schwer auszumachen, denn es war eher der Wiederschein eines Feuers, aber trotzdem gut zu erkennen. Guter Rat war jetzt teuer. Zurückgehen würde nichts bringen. Auf das Licht zugehen bedeutete, sich zu erkenne zu geben. Einen Bogen darum machen, ein gewaltiger Umweg, zumindest wenn man ungesehen bleiben wollte. Die Drei standen einen Moment da und ...
... berieten leise darüber, ob sie es wagen konnten. Immerhin konnte es auch ihre Rettung bedeuten. Vielleicht gab es etwas zu essen für sie und das war das Wichtigste, was sie brauchten. Zu guter Letzt kamen sie überein, es zu wagen. Sie würden sich zuerst einmal anschleichen und die Lage erkunden. Erst dann wollten sie es wagen. Langsam und vorsichtig schlichen sie sich an die Gruppe an und waren innerhalb kürzester Zeit in ihrer Nähe, ohne aufgefallen zu sein, denn sie hatten es in den letzten Wochen gelernt, unauffällig zu sein. In dem Lager war alles ruhig. Nur zwei, wenig wachsame Menschen, saßen am Feuer und hielten es am Gang. Dabei saßen sie so dicht beieinander, dass sie sich berührten, und bewegten sich nur, wenn sie etwas Brennbares auf das Feuer warfen. Dann passierte genau das, was die Drei vermeiden wollten. Einer trat auf etwas, was laut und deutlich knackte und blieb wie angewurzelt stehen. Sofort ruckte einer der beiden Köpfe in ihre Richtung, konnte sie aber nicht sehen, denn ihn der stockfinsteren Nacht verschmolzen sie mit dem Hintergrund. Es war Sari und das wunderte die Drei nun wirklich. Warum war sie nicht in ihrer Höhle wie die ganze Zeit zuvor und was machte sie ausgerechnet hier? Diese und ähnliche Gedanken durchströmten ihre Gehirne, aber sie kamen zu keinem Ergebnis. Dann stand Sari auf und ging zwei Schritte auf sie zu, blieb aber im Lichtkreis des Feuers, während die anderer Gestalt ebenfalls vom Feuer aufstand und sich zu ihr ...