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Die Insel
Datum: 14.08.2021, Kategorien: Sonstige, Autor: Kastor Aldebaran
... und zu streifte die Hitze, die davon ausging, die Haut der beiden. Je dunkler es wurde umso faszinierender wurde das Schauspiel. Als es dann dunkel war, glaubten die beiden es sogar Unterwasser glühen zu sehen. Das Wasser konnte gar nicht so schnell kühlen, wie neues Gestein nachfloss. Immer wieder brach die dünne Kruste auf und entließ neue glutflüssige Lava. Wie gewaltige Würmer kroch es dann weiter und zerbarst gelegentlich zu Tausenden kleiner Stücken oder rollten als Ganzes weiter hinein ins kalte, klare Wasser. Das Ganze war mit einem Geräusch verbunden, was an fauchen erinnerte. Dazu dröhnte und knallte es immer wieder, wenn gerade gebildete Steine zerbarst. Was die beiden am meisten interessierte, war allerdings, dass die erstarrte Lava gemächlich eine Landzunge ins Wasser aufbaute, die sich langsam aber unaufhaltsam, auf die andere Seite der Insel zu bewegte. Nur bedächtig, aber Schritt für Schritt kam sie dem anderen Ufer näher. In den zwei Stunden, die sie hier saßen, war sie sicher schon zwei oder drei Schritte näher ans andere Ufer gekommen und es sah nicht so aus, als wenn es in nächster Zeit aufhören würde. Ein Funke der Hoffnung keimte ihn den beiden auf. Was wäre, wenn es lang genug so weiter gehen würde. Dann würden sie vielleicht eine Möglichkeit bekommen, auf die andere Seite zu gelangen. Als sie daran dachten, bekamen sie wieder Tränen in die Augen, denn das war der größte Wunsch, den sie hatten und der könnte erfüllt werden. Dann ...
... blickten sie noch einmal in Richtung des anderen Ufers und meinten beide eine Bewegung gesehen zu haben, waren sich aber nicht sicher gewesen. Doch sofort schob sich wieder der weiße Wasserdampf dazwischen und blieb dann auch so. Außerdem war es schon dunkel geworden und die beiden mussten sich eine Lagerstadt suchen, obwohl sie sicher waren, nicht schlafen zu können. Die Entdeckung und der faszinierende Anblick des Berges in der Nacht raubten ihnen jeden Schlaf, als sie ein geschütztes Plätzchen gefunden hatten, das nicht weit weg gelegen war. Hier saßen sie auf dem warmen Boden und verfolgten weiterhin, dicht aneinander geschmiegt, das Schauspiel was sich ihnen bot. Dann drehte sich Mani so, dass sie ihren Kopf auf Ranos Bauch legen konnte. Hier hörte sie sein Herz schlagen, was nur wenig lauter an ihr Ohr drang, als die Geräusche des Berges. Verträumt sah sie dabei zum Vulkan während Rano begann, ihr übers Haar zu streicheln und ihre Kopfhaut zu massieren. Ein wohliger Schauer lief über ihren Körper. Die empfindliche Haut auf ihrem Kopf leitete die empfangenen Liebkosungen sofort weiter an ihre Stimme und ein wohliges Knurren erklang, dessen Vibrationen Rano über die Haut seines Bauches aufnahm. Schon wanderte eine Hand von Mani weiter. Streichelte ihm über die Beine und wanderte ohne Zögern weiter nach oben. Nur wenig später hielt sie in der Hand, wonach ihr der Sinn stand. Sich langsam entwickelnd lag er in ihrer Hand und sie begann mit ihm zu spielen, während sie ...