1. Sofia‘s Keller


    Datum: 27.09.2021, Kategorien: Verführung Autor: Hara

    ... nicke greift er durch die Holzstäbe in den Karton und entnimmt die Handschellen.
    
    "Ja, das ist etwas ganz anderes", meint er und es hört sich so an als wäre er vom Fach. Es klirrt als er immer wieder den Verschluss durchlaufen lässt, bis er mich dann fragt:
    
    "Die Schlüssel hast Du?"
    
    "Ja, die müssten im Karton liegen", erwidere ich und wühle im Karton. Als ich sie in der Hand halte befestigt Stefan die Handschelle an einer Holzlatte und zieht an ihr.
    
    "Hammer, da würde man nicht rauskommen. Möchtest Du noch Einen?"
    
    Er zeigt zu meinem Glas und ich reiche es ihm zu. Die Zeit vergeht wie im Flug und da wir uns so gut verstehen und über alles reden können, sitzen wir nebeneinander auf Kartons, nur durch das Holzgitter getrennt. Dreiviertel der Flasche ist geleert, aber ich merke, ich habe genug.
    
    "Stefan, es wird Zeit für mich. Ich habe auch noch in der Wohnung zu tun"
    
    "Komm, den Rest schaffen wir auch noch"
    
    "Nein, wirklich nicht", lache ich, wobei ich mich schüttelnd am Karton festhalte und die Augen schließe. Als ich etwas an meinem Handgelenk spüre denke ich an nichts Böses. Erst als die Handschelle zupackt bemerke ich das Stefan sie mir angelegt hat. Erschrocken versuche ich daran zu ziehen, bemerke aber schnell das es sinnlos ist. Mir ist ganz flau im Magen aber er beruhigt sich schnell als ich in Stefan"s Augen sehe, das er nichts Böses im Schilde zu führen scheint. Im Gegenteil, er lächelt und sagt:
    
    "Komm, zwei Gläser. Die schaffen wir auch noch, ...
    ... dann mach ich dich los"
    
    "Okay, überredet", ergebe ich mich meinem Schicksal.
    
    Dreißig Minuten und 3 1/2 Schnäpse später dreht sich alles in meinem Kopf. Auch Stefan hat einen "am Tee" und seit fünf Minuten sitzen wir einfach nur schweigend nebeneinander. Als ich zu ihm rüber sehe und er seinen Kopf ganz langsam zu mir dreht müssen wir lachen. Meine Handschelle klirrt als ich meine Hand hebe und ihm sie zeige.
    
    "Hast du den Schlüssel?", fragt Stefan mich. Ich weiß überhaupt nicht wie ich aufstehen soll, meine Beine fühlen sich so komisch an. Als ich mich umzudrehen versuche kippt der Karton hinter mir um und der ganzen Inhalt verteilt sich auf dem Fußboden. Ich kann mich kaum noch halten vor lachen als ich die ganzen Kabelbinder verteilt auf dem Fußboden liegen sehe.
    
    "Oh mein Gott, ich geh kaputt. Da liegt er", rufe ich Stefan lachend zu.
    
    "Warte, ich komm rüber", höre ich ihn sagen, doch schon kurz darauf erklingt ein neuer Ton, die leere Apfelkornflasche zerschellt mit lautem Knall auf dem Keller Fußboden.
    
    "Ich glaube ich brauche noch einen Moment", lacht Stefan. Schwankend steht er da und es macht den Anschein er suche einen Weg durch das Scherben Labyrinth.
    
    "Lass dir Zeit, ich laufe nicht weg", teile ich ihm lallend mit, irgendwie finde ich das ganze total witzig. Stefan setzt sich wieder, wobei er halt an einem Holzbalken sucht.
    
    "Aua"
    
    "Was ist passiert?"
    
    "Ich habe einen Splitter im Finger"
    
    "Oh, zeig"
    
    Stefan führt seine Hand durch den Zaun und ...
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